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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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der Palast des Kardinals d'Este über die maßen wohlsehenswürdig. Es macht derselbe wegen seiner Größe undtrefflichen Architektur gar ein herrliches Ansehen.

Unter den Möbeln und Zimmern sind drei wegender rarsten Freskogemälde sehr konsiderabel; dasiges Garten-werk ist zwar nicht von den größten, jedoch überaus artigangelegt und die Wasserkünste allerdings die besten inItalien. Man sieht allda sehr viele und von Inventionrecht seltsame Fontänen und angenehme Grotten,worunter die von der Göttin der Natur und von denNymphen die remarqnabelste, angesehen dieselbe so vollkuriosen Bilderwerkes, Röhren, Wafferorgeln und anderenSachen, daß man nicht weiß, welches man vor demanderen admirieren solle.

Nicht minder dient in diesem Garten zur Ergötzlich-keit das alte Rom, das Oapiwlium, die vornehmstenTempel und Triumphbögen, die Theater, die Cirkus unddergleichen.

Innerhalb der Stadt ist der so berühmte Wasserfalldes Flusses Teverone nicht ohne Erstaunen zu betrachten.Es hat solcher einen ziemlich breiten Ablauf, ist aber nichtsehr hoch und wird genannt 8occa llel Inferno, lieberder auf einem Felsen sieht man annoch einen Teil

eines Tempels, welchen einige des llerculis, andere dasHaus der Lib^IIa Tiburtina gewesen zu sein vorgeben.

Wegen Kürze der Zeit und zu meinem größten Be-dauern habe ich solches selbst in Augenschein zu nehmen,das Vergnügen nicht gehabt, dies aber, was von Tivolianjetzo beschrieben, von Seiner Durchlaucht teils selbstvernommen, teils aus partikulären Relationen gezogen.

Bisher deskribierte Monumente und Merkwürdig-keiten sind nach Aussage meines Antiquars in Rom dievornehmsten und hätte ich derselben wegen, der Kürze derZeit, dem erforderlichen Fleiße nach, mehr nicht besichtigenkönnen, verfüge mich also, was während des AufenthaltesSeiner Durchlaucht von Tag zu Tag remarquables vor-gefallen, der Ordnung nach zu referieren.

Wasserfall desTeverone.

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