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Die großen marmornen Quaderstücke derselben sind ohneKitt oder Klammern zusammengefügt; noch ein einzigerBogen ist davon übrig, dessen Höhe in Wahrheit un-gewöhnlich. Sie machte die Kommunikation zwischen demSpoletisch- und benachbarten Gebirge, und führte nachPerusa. Die ^ntiguarii versichern deren Breite auf170 Schuhe.
Otri coli ist eine alte, zerfallene Stadt und derWeg dahin unter der Regierung des damaligen Papstesneu angelegt, und obwohl immerfort zwischen den Bergendennoch in gutem Stande.
Borghetto. Unweit davon sieht man bereits dieweltberühmte Tiber fließen, über welche Papst Sixtus V.eine große steinerne Brücke hat erbauen lassen. Es läuftdieselbe öfters mit starken Ueberschwemmungen aus demUfer und verursacht den Passagiers sehr große Hindernisse.
Civita Castellana. Der Weg dahin ist gut, der Ortan sich klein. Seine Durchlaucht blieben allda über Nacht,waren aber mit der Bewirtung nicht sonderlich zufrieden.
Rignano, ein kleiner Ort und die Straße dahinsehr übel. Hier kommt man zum erstenmal auf die be-rühmte Via lUaminia, welche von dem römischen Bürger-meister kOaminio vor ungefähr 2000 Jahren, von Riminiaus anfangend, gelegt worden. Dieselbe besteht ausgroßen, drei bis vier Schuh breiten und zwei Schuhdicken Steinen von einer gewissen Kieselart, welche, woder Weg noch in gutem Stande ist, von einer so großenZusammenfügnng, daß man wie ans einem platten Tischdarüber fahren kann. Es ist solcher bis auf Rom viel-fältig ruiniert und fast gänzlich ausgebrochen. Wo eraber annoch konserviert ist, ist das Pflaster so stark, daßman nicht spiirt, ob jemalen eine Fuhr darüber gegangen,welches allerdings unglaublich scheinen sollte, worausleichtlich abzunehmen, mil was für Gemächlichkeit dieRömer mit ihren großen Armeen marschiert seien.
Castelnnovo, ein kleines Stüdtlein.
Malborgetto. Passabler Weg; ist nur ein simplesPosthaus.