79
Der hiesige Postmeister war serviabel und ging unsin allem, was wir notwendig hatten, an Händen.
Den 31. Januar hörten Seine Durchlaucht die heiligeMesse und reisten um 10 Uhr bei ungestümem Schnee-und Regenwetter von Bologna ab.
S. Nicola, Jmola, Faenza, welches eine ziemlichgroße Stadt, Forli, ein kleines Städtlein, allwo wirdas Nachtquartier genommen und ziemlich wohl bewirtetworden.
Den l. Februar brach früh um 7 Uhr das Lagerauf nach: Cesena, eine kleine Stadt, Sauignano, einschlechtes Posthaus, und von da nach: Rimini. Alldakamen Seine Durchlaucht Nachmittag um 3 Uhr an undwollten noch diesen Abend nach Pesaro. Da man aberin Erfahrung gebracht, daß der kleine Bach Conca sostark angelaufen sei, daß unmöglich darüber zu kommen,blieb man im dahiesigen Posthaus über Nacht.
Diese Stadt ist klein und arm, das Land aber sehrfruchtbar und übertrifft sogar Rom an Altertum. Hinterdem Garten der Kapuziner ist noch etwas von einemAmphitheater zu sehen.
Die sogenannte Via lUaminia fing daselbst an, wovon v>-aber nicht das geringste mehr zu sehen übrig. In derKapuzinerkirche ist die kleine Zelle, in welcher der heiligeAntonius von Padua gewohnt.
Diese Stadt ist der letzte Ort in der Romagna undhat einen kleinen Seehafen.
Abends während des Nachtspeisens gab Seine Durch-laucht mir die Ordre, früh morgens nach Pesaro abzn-gehen, um dem alldort residierenden Mntio das Kom-pliment zu machen, wie Höchstdieselbe die Mittagssuppebei ihm sich ansbitteten. Ich wurde auch von demselbenmit aller Distinktion empfangen nebst dem Vermelden, daßer die Ankunft Seiner Durchlaucht bereits schon vorigenAbend mit Schmerzen erwartet.
Den 2. Februar langten Höchstdieselbe mit übrigerSuite morgens um 8 Uhr an zu: