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Delinquenten und tröstete denselben; der Präfekt davonembrassiert ihn und nimmt solchen auf in die Bruderschaft,wodurch er vieler heiligen Messen und guter Werke teil-haftig wird. Der Kaplan bekleidet ihn, gleich den anderenBrüdern, mit einer Kapuze, in welcher derselbe auch auf-gehenkt wird. Nachdem nun dieser neue Frater behörender-maßen disponiert, geht die Prozession in voriger Ordnungwiederum über den Markusplatz, welcher der Lapitsinecke' Lbirri ganz allein nachfolgte und hinter demselbenzwei Kapuziner, welche rechts und links mit Weihwasserspritzten, worauf der Delinquent in der mitte zweier ihmzusprechender Kaplane ging, welcher die Hände auf denRücken und die Füße mit Stricken als Springeisen ge-bunden durch den zur Exekution bestimmten Henker ge-führt wurde.
Sobald nun der arme Sünder in den nächst amUfer liegenden Kreis und unweit der großen Galeere an-gelangt, wird demselben durch sämtliche Galioten miteinem kläglichen Geschrei dreimal zugerufen und gleichsamder Willkommen gegeben. Darauf kniete er sich nieder,küßte das große Kruzifix und wurde nach kurz verrichtetemGebet von dem Henker die Leiter hinauf geführt. Dieserdeckte ihm die Augen mit einer Kappe, ergriff dasbereits am Galgen fcstgemachte, fünf Finger dicke Seil,welches den hängenden Körper tragen muß, und legte esihm an den Hals. Nebst diesem nahm der Henker noch einanderes, gleich einem starken Bindfaden dickes Stricklein,welches zur Erdrosselung gehörig und machte es, wie zu-vor; es ging aber nicht so geschwind von statten.Während dieser Präparatorien sprach die Geistlichkeit, soauf der anderen Leiter stund, immerfort zu. Wenn nunalles durch den Henker zum Tode bereitet, gab der aufder Galerie stehende Sekretär des Rates mit Winknngeines weißen Schnupftuches das Zeichen, worauf derMissethäter von der Leiter wenigstens acht Schuh hochherunter gestoßen wurde. Der Henker ergriff alsobalddas dicke Seil und ließ sich auf desselben Genicke herab,trat mit beiden Füßen darauf und machte ungefähr in