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Scharnitz.
Wundergeschichtemit einerheil. Hostie.
Martinswand.
weiter fortsetzten. Die Bagage wurde auf Leiterwagengepackt. Herr Schübler und Goes mußten sich einesPostschlitten bedienen.
Seefeld. Von Mittenwald eine Stunde befindetsich die Scharnitz, eine Grenzfestung von Tirol. Dieselbeliegt zwischen zwei nnersteiglichen Felsen und macht dieScheidung des Freising- und tirolischen Bischoftums. Sieist sowohl von Natur, als Kunst überaus stark, der-gestalten, daß einem Feind wegen der engen Pässe undhohen Steinklippen durchzudringen, allerdings unmöglichfallen muß. Der Weg ist sehr gut und geht immerzwischen den Bergen und Felsen hindurch. Seine Durch-laucht kamen in dem Dorfe Seefeld an und besuchten dieAugnstinerkirche, allwo das so berühmte Wunderwerk mitder heiligen Hostie geschehen.
Es wohnte nämlich unweit davon in dem Schloß-berg anno 1382 ein Edelmann, Namens Milzer; den-selben brachte ein unbesonnener Hochmut so weit, daß er,ungeachtet alles beweglichsten Einwendens, mit einergroßen Hostie gleich den Priestern gespeist zu werden ver-langte. Kaum nun hatte der Edelmann dieselbe zwischenden Zähnen in dem Mund, als augenblicklich das HelleBlut herausfloß. Er selbst aber sank langsam bis an dieKnie in die Erde, durch welches Wunder derselbe zurheftigsten Bereunng seiner begangenen Tollkühnheit be-wogen wurde. Die dasigen Geistlichen zeigen annoch ineinem gläsernen Kästlein benamste heilige Hostie, aufwelcher man den Einsatz der Zähne und die klaren Zeichendes heiligen Blutes bemerken kann. Am Altar sieht maneinen Druck von einer Hand in den Marmor, als welcherbei diesem Wunder gleichwie Wachs erweicht worden. Inder Erde observiert man ebenfalls den Eindruck der ge-sunkenen Beine des Edelmanns.
Innsbruck. Dieser Weg nimmt seinen Zug voneinem sehr hohen Felsen herunter und ist dessenungeachtetrecht bequem. Unweit von hier erblickt man die berühmte,sogenannte Martinswand. Dieselbe besteht in einemperpendikelmäßig, geradeaus in eine erstaunliche Höhe ans-