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Karussell.
Deutsche
Komödie.
Den 19. Dezember früh war Reitschule, wobei IhreDurchlauchten Herr Kardinal, der Herzog und der Prinzdas Karussell ritten. Seine Durchlaucht der Herr Kardinalwarfen bei diesem Lxercitio den Dar nach dem Kopf, beidessen Verfehlung mir derselbe, als ich eben mit SeinerDurchlaucht dem Prinzen redete, mit einer so seltsamenRichtung in den Fuß gefahren, daß er akkurat zwischendem Schuh und Strumpf ohne die geringste weitere Ver-letzung stecken geblieben ist.
Den 20. cietto befanden sich Ihre Durchlaucht FrauHerzogin in Ansehung der Krankheit ziemlich wohl.
Den 21. cietto wurde die Abreise nach Italien ansden 26. iiuiu8 festgestellt, welcher Aufschub bei JhroDurchlaucht Herzogin eine besondere Freude verursachte.Seine Durchlaucht Prinz begaben sich abends in die DeutscheKomödie der Sächsisch - Wallrodischen Bande, welche abersehr mittelmäßig gewesen.
Den 22. cietto befanden sich Ihre Durchlaucht FrauHerzogin noch besser. Seine Durchlaucht Prinz verfügtensich mit Herrn Kardinal auf das Wildbottieren.
Nach der Jagd begab ich mich nach dem anderthalbStunden von der Stadt abgelegenen Schloß:
Fürstenried. Dasselbe gehört Ihrer Majestät derKaiserin und ist dessen Einteilung über die maßen schöngetroffen, nicht minder die Zimmer behörend artig möbliert.
Den 24. Dezember fand sich die Krankheit Ihrer Durch-laucht Frau Herzogin allerdings gänzlich gebrochen, der-gestalten, daß Höchstdieselbe von dem Bette aufzustehensich nicht enthalten konnte. Wurde dennoch mit frischemSchluß die Abreise auf den 26. noch einmal festgestellt.Seine Hochfürstliche Durchlaucht Prinz, Höchstwelche währendganzer Krankheit kaum eine Stunde das Zimmer der Durch-lauchtigsten Patientin quittierten und durch sothane an-genehmste Gegenwart die glückliche Genesung mittels Bei-standes himmlischer Gnaden nicht wenig beförderten, ließensich wegen allzusehr in Bewegung gebrachten Geblütes zurAder, dessenungeachtet Höchstdieselbe der Weihnachts-Mette