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gerichtet, bloß den Unterschied hatte, daß man daselbstanstatt zn schießen, mit Hunden hetzte.
Den 10. Dezember divertierten sich Se. Durchlauchtmit Spazierenreiten.
Den 11. Dezember früh besah unsere Suite dasSchatzkammer. Schatz- und Medaillen-Kabinet, welche in der That vonbesonderer Kostbarkeit und bestermaßen angeordnet, woeine große Menge Juwelen und Perlen in verschiedenenKästen zn betrachten sind.
Medaillen- Die Medaillen liegen zwar ohne Ordnung unter-
Kabinet. einander, nichtsdestoweniger ist der Antiquitätensaal wegen
der vielen antiken Bruststücke sehr remsrquable.
Akademie. Abends gegen 7 Uhr war Akademie, in welche sämt-
liche Herrschaften sich verfügten; dieses Amüsement ist umso viel angenehmer, maßen nebst der trefflichsten Musikdie durchlauchtigsten Personen samt ganzer Noblesse mitSpielen und Diskurs sich belustigen. Seine kurfürstl. Durch-laucht selbst okkupierten sich mit dem Violoncello.
Den 12. Dezember verfügten sich Seine Durchlauchtder Prinz mit Seiner Durchlaucht dem Herzog und derFrau Herzogin nebst Seiner Durchlaucht dem Kardinal ansWildbottieren. das Wildbottieren, welches gleich einer Parforcejagd nurmit diesem Unterschiede, daß daselbst alles Wildpret, ohneAusnahme und wie es vorkommt, gejagt wird.
Die Reitenden führen ihre Flinten mit ans denPferden und muß alles, was immer zum Schuß gelangt,fallen. — Ihre Durchlaucht die Frau Herzogin befandenunpäßlich, sich indessen schon an der Toilette etwas unpäßlich.
Den 13. Dezember war es mit Höchstderselben schonviel schlimmer. Dies war der erste Anfang und dieUrsacke unserer anfgeschobenen Reise.
Eben an diesem Tage vormittags um 11 Uhrempfing Herr von Schroff, qua kurpfälzischer IVIinistreäuälence Ulenipotentiairo, die ^.uciience en Leremonie. Esvon schroff wurde derselbe von dem Truchseß in einem Galawagenmit sechs Pferden und zwei Hoflakaien an den Portiersnebst Gefolge zweier anderer Chaisen mit zwei Pferdenabgeholt, da unterdessen die Garde ans der Stiege im