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teils wegen schlechter Obsorge vielfältig zerfallen nnd derso treffliche Garten schlecht nuterhalten wird.
Daselbst ist auch das kurfürstliche Gestüte, allwozwar zur Erbauung der behörigen Stallungen und Wiesendie bequemste Gelegenheit, allein dermalen fast gänzlichAlles zu Grunde ist.
Mitten durch diesen Garten geht eine große Allee,und zwar ohne Kanal, aber mit Kaskade. Dieselbe führteine Viertelstunde lang in gerader Linie nach
Lnstheim. Dies kleine Schloß ist teils nicht fertig,teils wieder zusammengefallen, jedoch sehr wohl aus-geteilt. Verschiedene Gemälde von allerhand Jagden zierendas Lorps lle und wird dieser ganze Lnstort mit
einem in die Runde geführten Kanal umflossen. Vonhier aus fuhren wir in das eine halbe Stunde von derStadt gelegene kurfürstliche Lustschloß
Nymphenburg, dessen Prospekt von München anssehr prächtig, jedoch noch nicht vollkommen verfertigt, be-sonders ist der beabsichtigte Kanal noch nicht einmal an-gelegt, viel weniger im Stande. Aber des Gartens wegenhat es seine völlige Richtigkeit und ist in der That wegender Wasserkünste und anderen Zierlichkeiten etwas über diemaßen schönes. Dies ganze Gebäude hat seine Dispo-sition und Möblierung nach dem besten französischen Gustound ist mit einer großen Menge der trefflichsten Malereiendurchaus geziert. Sämtliche höchsten Herrschaften habendaselbst die angenehmsten Wohnungen: Unerwogen diesganze Werk nach dem Modelle zu Versailles eingerichtetund in verschiedene kleine Lustschlösser ausgeteilt ist, alsda sind:
Badenbnrg, von dem darin sehr prächtig befind-lichen Bade also benamset. Solches wird oben mit einergeraumen Galerie umfaßt nnd kann als ein Orchester zurMusik dienen. Das übrige besteht aus kleinen, dochartigen Quartiers. Gleich vor demselben findet sich derKanal mit zwei springenden Wassern. Der Prospekt deranderen Seiten zeigt verschiedene Galerien und Parterres miteiner Fontaine. Da gegenüber sieht man die angenehme