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Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
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Donauwörth.

alle diese Ungemächlichkeiten durch die gute Veranstaltungdes Herrn Verwalters und desselben zwei schönen JungferTöchtern freundliche Aufwartung reichlich ersetzt.

Den 2. Dezember früh morgens um 8 Uhr ging dieReise nach Oettingen. Der dritte Wagen mußte sichwegen gar ungeschickter Wege einen kleinen Umsturz ge-fallen lassen und ungeachtet Mr. Riaut alle seine Stärkeanwendete, um die Balance zu geben, konnte er dennochsolches nicht verhindern.

Wendlingen, welches die erste Post in Bayernist. Da fanden wir guten Weg, hingegen nach

Donauwörth war die Straße sehr übel, indemdie Reitenden wegen ungeschärfter Pferde öfters dahinstürzten.

Seine Durchlaucht kamen nachts um 9 Uhr an, dieübrige Suite aber erst zwei Stunden hernach. Höchst-dieselbe kehrten im „deutschen Haus" ein und war durchden deutschen Herrn von Hochstätten alles proper undwohl ordonniert.

Den 3. Dezember morgens um 8 Uhr wurde dieReise fortgesetzt nach

Holza-Fischa. Es ging aber die Reise noch eineStunde weiter nach Blumenthal, allwo Herr Komman-deur bereits abends 8 Uhr Seine Durchlaucht erwartetund für die ganze Suite alle Gemächlichkeit besorgt hatte.

Den 4. Dezember morgens um 10 Uhr ließ HerrKommandeur zwei Dachse in den Hof Hetzen. Diegnädigsten Herrschaften speisten nächst diesem um 11 Uhrzu Mittag und kontinuierten sofort um 1 Uhr nachmittagdie Reise nach

Schwabenhansen und über das kurfürstliche Lust-schloß Dachau nach München. Der Weg war sehr gutund wohl unterhalten. Seine Durchlaucht kamen auchabends um 8 Uhr glücklich daselbst an, stiegen ab in demsogenannten Palais Max, allwo Seine Durchlaucht HerzogClemens mit gesamter Noblesse die Durchlauchtigste Fraumit größten Freuden empfingen. Unsere ganze Snite^