Druckschrift 
Pfalzgraf Friederich Michael von Zweibrücken und das Tagebuch seiner Reise nach Italien
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

besten Autoren herauszuzeichnen, nicht minder in möglichster Kürzezu fassen gesucht. Ich hätte zwar die auserlesenste Gelegenheit,dieses sonst so geringe Werk mit vielem Glanze auszuzieren, wannich unseres Durchlauchtigsten Fürsten während dieser beschwerlichenReise aller Orten bezeigte, unverfälschte, wahre Frommheit, ange-borne Großmut, Unerschrockenheit in allen Gefahren und bezauberndeFreundlichkeit nur mit wenigem berühren wollte. Dieses sind dieTugenden, gnädigster Herr! welche der Himmel segnet, und JhroDurchlaucht die Liebe Italiens, so vieler tapferen Soldaten undder ganzen Welt leibeigen macht; allein Höchstderoselben Demutbefehlet mir, zu schweigen.

Seine Durchlaucht geruhen demnach gnädigst, diese wenigenBlätter als ein Dankopfer so vieler erhaltenen Gnaden und Merk-male meiner zärtlichst gegen Höchstdieselbe hegenden Liebe anzusehenund zu erlauben, daß ich zeitlebens mit tiefster Unterwerfung michnennen darf

Seiner Hochfürstlichen Durchlaucht

Unterthänigst gehorsamst und getreuestenKnecht

Carl Jörg.

Mannheim, den 19. Januar 17k»2.