sowie auf seine Pferde und Hunde, er in seiner Korrespondenz mitseinem Bruder oft zu sprechen kommt.
Prinz Friederich Michael war auch ein guter Hanshalter;er hinterließ wenig oder keine Schulden. Allerdings erfreute ersich eines beträchtlichen Einkommens. Sein Bruder Christian IV.hatte ihm seit dem 15. Juni 1746 die Hälfte der Einkünfte derGrafschaft Rappoltstein, unter Vorbehalt des Kondominates, über-lassen.") Dazu kamen noch pfälzische, kaiserliche und französischePensionen und Snbsidien, welche ihn in den Stand setzten, einen,wohleingerichteten Hofstaat zu halten.
Wenn auch, wie ich schon andeutete, der Pfalzgraf seinemBruder in Bezug auf dessen hervorragende geistige Veranlagung nichtgleich kam, und seine fast ununterbrochenen Kriegsfahrten eine be-sondere Pflege derselben ihm auch nicht gestatteten, so war er dochgeistigen Bestrebungen nicht abhold, sondern bekundete im gegebenenFalle reges Interesse für dieselben. In eklatanter und patriotischerWeise trat dies zu Tage, indem er den berühmten bayerischen Ge-lehrten Johann Georg von Lori beauftragte, in der vatikanischenBibliothek die Kataloge der Palatina, der vom Kurfürsten Maxi-milian I. dem Papste 1622 geschenkten Heidelberger Bibliothek,einzusehen und die auf Bayern und die Pfalz bezüglichen deutschenHandschriften zu exzerpieren. Vom Dezember 1750 bis Juli 1751war auch zu diesem Zwecke von Lori ") in Rom, aber erst, nachdemder Prinz im Februar 1751 persönlich der Sache sich angenommenhatte, erhielt jener, wie er unterm 10. Mürz 1751 an Freiherrnvon Oefele schreibt, die Erlaubnis: cki vectere I'inckicc e manu-scritti ckella biblioteca Palatino, existente nella Vaticana etc.Drei Tage darauf läßt von Lori den Lieutenant Jörg bitten, dessenschnelle Abreise von Rom er bedauert und von dem er sagt, daßderselbe sich in der kurzen Zeit seines Aufenthaltes mit Italienmehr bekannt gemacht habe, als der größte Teil der dort schonsehr viele Monate weilenden Deutschen, Seiner Durchlaucht für„die ausgewürkte Gnad" den Dank aussprechen zu wollen. Auchdas „Militärisch-Anatomische Theater", welches 1754 zu Mannheimerrichtet worden, erhielt durch die Freigebigkeit des Prinzen FriederichMichael „großen Vorschub".
Wie sonach das wilde Kriegshandwerk seinen Sinn für dieidealen Güter nicht abgestumpft hat, um noch viel weniger hat es