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zwecklosen Gräuel abzusehen gewesen, wenn nicht zum Glücke auch fürdiese Länder unser Ansehen und unsere Autorität schließlich die wüten-den Massen beruhigt und die Bewegung in geregelte Bahnen geleitethätte. Nachdem eine der in diesen Gebieten sich ohne ersichtliches Zielzerfleischenden Parteien auf den Gedanken geraten war, unsere Inter-vention anzurufen, fand dieses Beispiel allgemeine Nachahmung. Allent-halben aus dem Osten Europas, aus Asien und aus einigen afrikanischenStaaten richteten die der Anarchie Verfallenen die Bitte an uns, ihnenKommissäre zu senden, denen man unumschränkte Gewalt einräumenwolle. Wir willfahrteten dem natürlich aufs bereitwilligste und diesefreiländischen Kommissäre begegneten thatsächlich überall jenem ungeteiltenVertrauen, das zur Herstellung der Ruhe erforderlich war.
Inzwischen hatten sich aber auch jene Staaten, die von Anbeginnbesonnen vorgegangen waren, freiländische Vertrauensmänner erbeten,die ihren Regierungen bei Anbahnung der beabsichtigten Reformen mitRat und That behülflich sein sollten. Wir sagen nicht ohne Grund:mit Rat und That, denn das freiländische Volk hatte, sowie es er-kannt, daß man seine Mitwirkung in Anspruch nehmen werde, den Be-schluß gefaßt, seinen Delegierten — sie mochten nun als beratende Mit-glieder einer fremden Regierung oder als mit unumschränkter Gewaltausgerüstete Kommissäre anftreten — das Verfügungsrecht über diemateriellen Hülfsquellen Freilands zu Gunsten der sie berufenden Völkereinzuräumen, denen diese Summen übrigens nicht schenkungs-, sondernleihweise zufließen sollten. Der Edenthaler Centralverwaltung wurdezwar formell das Recht Vorbehalten, von Fall zu Fall über die vondiesen Delegierten angemeldeten Geldforderungen zu entscheiden; da je-doch als Grundsatz aufgestellt war, daß jede notwendige Hülfe zu gewährensei, über die Notwendigkeit der Hülfeleistung aber zumeist doch nur diean Ort und Stelle Befindlichen urteilen konnten, so lag thatsächlich inHänden dieser Kommissäre und Vertrauensmänner das Verfügungs-recht über die flüssig gemachten Kapitalien.
Daß wir aber in der Lage waren, einem solchen, binnen wenigenMonaten nahe an 2 Milliarden Pfd. Sterl. erreichenden Bedarfe sofortzu entsprechen, erklärt sich daraus, daß die Versicherungsabteilung unsererfreiländischen Centralbank ungefähr den fünften Teil ihrer derzeit 10 Mil-liarden überschreitenden Reserven in allezeit flüssiger Form zur Ver-fügung hatte. Die anderen vier Fünftel waren arbeitend angelegt, d. h.den Associationen sowohl als dem Gemeinwesen zu mannigfaltigen An-lagen leihweise überlassen; ein Fünftel aber wurde als für alleFälle bereiter Stock in den Magazinen der Bank zurückgelegt undkonnte jetzt dem Plötzlich aufgetauchten Kapitalbedarf« dienen. Selbst-verständlich ist, daß diese Reserve nicht in Form von Gold oder Silberhinterlegt war, da sie sich in diesem Falle als unbrauchbar in der