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Stunde eines wirklichen Bedarfs erwiesen hätte. Nicht Gold oderSilber, sondern ganz andere Dinge sind es, die in Zeiten der Not ge-fordert werden; die Edelmetalle können bloß als geeignete Mitteldienen, um diese eigentlich benötigten Dinge sich zu verschaffen; damitLetzteres jedoch möglich sei, wird vorausgesetzt, daß sie in entsprechen-der Menge überhaupt irgendwo vorhanden seien, was bei einem plötz-lich auftretenden Bedürfe von außergewöhnlichem Umfange eben nichtangenommen werden darf. Wer plötzlich Waren im Gesamtwerte vonMilliarden braucht, der wird dieselben nirgend kaufen können, weilsie nirgend vorrätig sein werden; will er auch im Falle solchen Be-darfes vor Not geschützt sein, so muß er nicht das Geld zum Einkäufe,sondern die voraussichtlich erforderlichen Güter selber vorrätig halten.Was hätte es z. B. den Russen, welche die Getreidespeicher ihrer Guts-herren, die Warenmagazine ihrer Kaufleute, die Maschinen in ihrenFabriken verbrannt und zerstört hatten, genützt, wenn wir ihnen dieMilliarden Rubel, deren sie zur Ersetzung sowohl als zur Vermehrungdieser vernichteten Dinge bedurften, in Form von Geld zur Verfügunggestellt hätten? Nirgend gab es entbehrliche Vorräte, die sie hättenkaufen können; wären sie mit unserem Gelde auf den Märkten erschienen,so hätte dies zum ausschließlichen Erfolge gehabt, daß alle Preise ge-stiegen wären und ihre Not sich allen Nachbarvölkern mitgeteilt hätte.Und ebenso bedurften auch alle andere Nationen, die wir in ihrem Be-streben unterstützen wollten, möglichst rasch aus dem bisherigen Elendzu einem dem unsrigen ähnlichen Reichtums zu gelangen, nicht vermehrterGelder, sondern vermehrter Nahrungsmittel, Rohstoffe, Werkzeuge.Und in Form solcher Dinge hatten wir denn auch unsere Reservenangelegt. Ungefähr die Hälfte derselben bestand stets aus Getreide,die andere Hälfte aus verschiedenen Rohmaterialien, insbesondere Webe-stoffen und Metallen. Als daher unser Kommissär in Rußland successive285 Millionen Pfund forderte, erhielt er von uns nicht einen HellerGeld, wohl aber 3040 Schiffsladungen Weizen, Wolle, Eisen, Kupfer,Hölzer und dergl. zugesendet, was zur Folge hatte, daß das verwüsteteLand an nichts Mangel litt, vielmehr kurze Zeit nachher — aller-dings weniger infolge dieser ihm dargeliehenen Schätze, als vielmehrder in freiländischem Geiste durchgeführten Verwendung derselben —sich eines Wohlstandes erfreute, den man dort noch vor kurzemkaum im Traume für möglich gehalten hätte. In ähnlicher Weisemachten wir auch anderen Nationen der Erde unsere Vorräte nutz-bar und waren für den Fall, als diese nicht genügen sollten, ent-schlossen, aus den Erträgen der kommenden Jahre das Fehlende zuersetzen.
Doch gedachten wir keineswegs diese uns zugefallene Rolle derökonomischen und socialen Vorsehung der Brudervölker länger als un-