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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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Hilfsmitteln zu Ende führen mußte, so werden Sie finden, daß dieUnterschiede sehr groß waren: bloß der Kräftige, Gewandte, Schlauevermochte sich zu erhalten; der minder Begabte mußte untergehen. Alsdann späterhin wachsende Kultur die Hilfsmittel der Menschen ver-mehrte, dermaßen, daß auch dem minder Fähigen möglich wurde, daszur Lebensfristung erforderliche zu erzeugen, blieb doch der Unterschiedder Leistungen anfangs sehr groß. Der geschickte Jäger wird umein Vielfaches reichlichere Beute machen, als der minder geschickte;der kräftige, gewandte Ackerbauer wird mit dem Spaten vielfachmehr richten, als der schwächliche, schwerfällige. Schon mit Erfindungdes Pfluges verringert sich diese Verschiedenheit der Leistungen sehr-wesentlich, und sie wird — was körperliche Fähigkeiten anlangt — mitder Erfindung der Kraftmaschinen beinahe auf Null reduciert. Mehrund mehr ersetzt die Maschine die Energie der menschlichen Muskeln,mehr und mehr aber gleichzeitig auch Witz und Erfahrung der Vor-fahren die individuelle Findigkeit. Zwar so vollständig wie auf körper-lichem Gebiete treten auf geistigem die Unterschiede nicht in denHintergrund, aber auch sie rechtfertigen mit Nichten jene kolossalenDifferenzen des Reichtums, an welche man zu denken pflegt, wennvon „großen Vermögen" die Rede ist. Der Arbeiter am Dampfpflugeleistet — er mag ein Riese oder ein Schwächling sein — so ziemlichdas nämliche; Klugheit und Umsicht der Leitung des Produktionsprozesseskann den Ertrag noch immer vervielfachen; eine Leistung aber, diehundertfach und tausendfach den Wert gewöhnlicher Durchschnittsleistungübertrüfe, ist heutzutage nurmehr — dem Genie möglich, und diesemallein würde sie dem entsprechend auch unser Billigkeitsgefühl zuerkennen."

Damit schloß dieses Gespräch, welches mir aus dem Grunde ewigdenkwürdig bleiben wird, weil es meinen Entschluß, Freiländer zu werden,zur Reife gebracht hat.