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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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Die veranschlagten Kosten waren die folgenden:

Süd-Nordkanal (Gesamtlänge 6250 Kilometer) 385 Mill. Pfund,Ost-Westkanal (Gesamtlänge 5460 Kilometer) 412 Mill. Pfund,Suez-Kanal (für Ankauf und Erweiterung) . 280 Mill. Pfund,

Zusammen 1077 Mill. Pfund.

Die Bauzeit war mit 6 Jahren in Aussicht genommen, so daßim Jahresdurchschnitt rund 180 Millionen erforderlich schienen. Nachden bisherigen Erfahrungen glaubte die freiländische Verwaltung daraufrechnen zu dürfen, daß die jährlichen Gesamteinkünfte des Landes sichim Laufe der nächsten sechs Jahre von 7 Milliarden — ihrem vor-jährigem Stande — auf mindestens lO'/z Milliarden steigernund 8'/z Milliarden im Durchschnitt der sechs Jahre betragen würden;der Bauaufwand beanspruchte also bloß 2>/g Prozent des zu erwartendenNationaleinkommens und konnte gedeckt werden, ohne daß eine Erhöhungder auf dieses Einkommen gelegten öffentlichen Abgaben über ihr nor-males Maß erforderlich gewesen wäre. Dem Kostenvoranschlage warendie detaillirten Baupläne beigelegt, desgleichen eine Rentabilitätsberech-nung, nach welcher die Kanäle schon im ersten Jahre ihrer Inbetriebsetzungeine voraussichtliche Transportkostenersparnis von 32 Millionen Pfundim Gefolge haben, also schon dadurch allein und unter Berücksichtigungder voraussichtlichen Frachtenzunahme in ungefähr 30 Jahren sich bezahltmachen würden; außerdem aber sollten die künstlichen Wasserstraßenteilweise auch als Be- und Entwässerungskanäle dienen und der hieraussich ergebende Nutzen war mit 45 Millionen Pfund im Jahresdurchschnitteberechnet, so daß die Kosten der sämtlichen Anlagen binnen längstens14 Jahren hereingebracht sein mußten, wobei überall blos der aufFreiland entfallende, nicht aber der dem Auslande mit eingeräumteNutzen in Rechnung gestellt war.

Da die sämtlichen Vorlagen schon seit einigen Wochen in Händendes Fachparlaments und von diesem sorgfältig studiert worden waren,so ging dasselbe unmittelbar in die Beratung derselben ein. PrinzipiellerWiderspruch wurde von keiner Seite erhoben; die Verhandlung bewegtesich der Hauptsache nach bloß um zwei Fragen: erstlich, ob es nichtmöglich wäre, die Bauzeit zu verkürzen, zweitens, ob nicht eine gleichfallstracierte und mit allen Detailplänen vorgelegte Alternativlinie der vonder Verwaltung empfohlenen vorzuziehen wäre. In elfterer Beziehungstellte sich heraus, daß durch ein von gewiegten Fachmännern vor-geschlagenes, ganz neues System der Baggerung thatsächlich ein halbesJahr Bauzeit erspart werden konnte; es wurde also beschlossen, dementsprechend vorzugehen; bezüglich der zu wählenden Trace dagegenentschied sich die Versammlung infolge der von Herrn Ney geltend ge-machten Gründe einstimmig für den Plan der Centralverwaltung. Die