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Das Fachparlament für öffentliche Arbeiten besteht aus 120 Mit-gliedern; die meisten derselben sind, wie mir David, der mit von derPartie war, erklärte, Direktoren großer Gesellschaften, insbesondere derdas Baugewerbe betreibenden; doch sitzen auch Professoren technischerHochschulen und andere Fachmänner in demselben. Laien, die vonöffentlichen Arbeiten nichts verstehen, gibt es in dieser Körperschaftnicht, und ohne weiteres kann behauptet werden, daß dieselbe die Blüteund Quintessenz des technischen Wissens und Könnens von ganz Frei-land in sich schließt.
Das Projekt, welches gegenwärtig vorlag, war vor Jahresfristseitens der Direktoren der Wasser- und Hochbau-Gesellschaften vonEdenthal, Nordbaringo, Ripon und Stahlstadt, in Verbindung mitzwei Professoren der technischen Hochschule von Ripon angeregt worden.Es handelte sich bei demselben um nichts geringeres, als um die Her-stellung einer für Schiffe bis zu 2000 Tonnen fahrbaren Wasserstraßevom Tanganika über den Muta-Nzige und Albert-Njanza unter Be-nutzung des Nillaufes bis an das Mittelländische Meer einerseits undvon der Kongomündung den Kongo aufwärts über den Aruwhimi in denAlbertsee, von dort unter Benützung einiger kleinerer Ströme über denBaringosee an den Unterlauf des Dana und von hier an den indischenOcean. Es waren das also zwei Wasserwege, deren einer die großencentralasrikanischen Seen mit dem Mittelmeere, der andere, quer durchden ganzen Weltteil, den atlantischen mit dem indischen Ocean verbindensollte. Da ein Teil der zu diesem Behufe erforderlichen gewaltigenArbeiten auf fremdem Gebiete — dem des Kongostaates und Ägyptens— durchgeführt werden mußte, so waren Verträge mit diesen Staatenabgeschlossen worden, die Freiland alle notwendigen Rechte einräumten.Die Bereitwilligkeit der fremden Regierungen, auf die Wünsche derEdenthaler Verwaltung einzugehen, wird man begreiflich finden, wennman erwägt, daß Freiland keinerlei Gebühr für die Benutzung seinerKanäle einzuheben, den Nachbarn also ein freies Geschenk mit seinenkolossalen Arbeiten zu machen gedachte. Im Zusammenhänge mit diesemProjekt stand auch das auf Erwerbung des Suez-Kanales, der zudoppelter Breite und Tiefe ausgebaggert und dem Verkehre gleichfallszu unentgeltlicher Benutzung übergeben werden sollte. Die englischeRegierung, welcher der größte Teil der Kanalaktien gehörte, war denFreiländern mit weitgehender Liberalität entgegengekommen; sie überließihnen ihre Aktien zu einem sehr mäßigen Preise, so daß diese es nurmit den kleineren Aktionären zu thun hatten, welche allerdings dieSituation weidlich auszunützen verstanden. Die britische Regierungverlangte Sicherheit für die unantastbare Neutralität des Kanals undförderte im übrigen das Unternehmen nach Kräften.
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