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Aufschluß über die passendste Wahl ihrer Toilette zu gewähren, ja eswerden besondere Vorträge über diesen wichtigen Punkt gehalten. Na-türlich kann es eine strenge Mode bei uns nicht geben, da Zusammen-stellung, Faltenwurf und Farbe der Kleidung durchweg der Individualitätder Trägerin angepaßt sind; daß Hagere und Wohlbeleibte, Große undKleine, Blonde und Brünette, Imposante und Niedliche, sich nach dergleichen Schablone tragen sollten, gälte hier zu Lande als Gipfel derAbgeschmacktheit. Ebenso lächerlich aber fände es eine Freiländerin, diegefallen will, mutete man ihr zu, ein Kleid, eine Haartracht, die sieals für sich passend einmal erprobt, zu wechseln, bloß aus dem Grunde,weil man sie in dieser Tracht schon zu oft gesehen. Wir begreifen esnicht, daß man, um zu gefallen, am besten thue, sich möglichst mannig-faltig zu entstellen; insbesondere aber halten wir, darin abermals unter-stützt von unseren Männern, zähe fest an dem Glauben, daß diemenschliche Gestalt durch das Kleid zwar bedeckt und verhüllt, abernicht verzerrt werden dürfe."
Wir erklärten galant, diese Toiletteprinzipien durchaus zu billige».Die Wahrheit ist, daß der an die Excentricitäten abendländischer Modengewohnte Fremde, in Freiland angelangt, die nach künsterischen Grund-sätzen zusammengestellte hiesige Frauentracht anfangs etwas zu ein-fach, dann aber die Rückkehr zu den abendländischen Zerrbildernschlechterdings unerträglich findet. Du wirst dich erinnern, daßDavid uns in Rom versicherte, die europäischen Moden machten ihmgenau den nämlichen Eindruck, wie die der afrikanischen Wilden; nachkaum einwöchentlichem Aufenthalte hier beginne ich diese Auffassungzu teilen.
Doch ich sehe, daß ich abermals schließen muß, ohne meinen Be-richt erschöpft zu haben. Mit dem Versprechen, das Versäumte nach-zuholen
Dein.