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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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6452 Kilonieter zu dnrchmessen, deren Betrieb von Assuan — der GrenzeOberägyptens — ab in unseren Händen war; die Reise beanspruchtehier — wegen des langsameren Betriebes auf der ägyptischen Linie —6'^ Tage; trotzdem war diese Bahn die meistbenutzte, da sie den überdas Mittelmeer gehenden Einwanderern, also allen europäischen undden meisten amerikanischen, die Reise nahezu um zwei Wochen ver-kürzte. Die im Einvernehmen mit dem Kongostaate, jedoch beinaheausschließlich auf unsere Kosten ausgebaute und durchweg in freiländi-schem Betrieb stehende äquatoriale Transversalbahn endlich hatte eineLänge von 4874 Kilometern und auf ihr konnte man in nicht ganz4 Tagen von der Kongomündung in Edenthal anlangen.

Edenthal, wie überhaupt das Keniagebiet, hatten schon seit langerZeit aufgehört, den ganzen Zuzug der Einwanderer in sich aufzunehmen.Zwar die dichteste Menge der freiländischen Bevölkerung war nochimmer in den Hochgebirgslandschaften zwischen dem Ukerewe und demindischen Ozean zu suchen, der Sitz der obersten Verwaltung war nachwie vor in Edenthal, Freiland aber hatte seither seine Grenzen nachallen Seiten, insbesondere nach Westen zu mächtig ausgedehnt. Überganz Massailand, Kawirondo und Uganda, rings um die Ufer desUkerewe, Mwutan-Nzige und Albert-Njanza hatten sich freiländischeAnsiedler ausgebreitet, so weit gesunde, hohe Lage und fruchtbarer Bodenzu finden war. Im Südosten bilden die paradiesischen Gebirgsland-schaften von Teita, im Norden die Höhenzüge zwischen dem Baringound Ukerewe und den Galaländern, im Westen die äußersten Ausläuferder am Albertsee beginnenden Mondberge, im Süden endlich die biszum Tanganikasee streichenden Gebirgszüge die vorläufigen Grenzenunserer Ausbreitung, eine Gesamtfläche von l'/z Millionen Quadrat-kilometern umfassend, welche jedoch nicht überall von zusammenhängendenMassen freiländischer Bevölkerung besiedelt ist, vielmehr sitzen unsereKolonisten an vielen Stellen zerstreut unter den Eingeborenen, dieselbenüberall zu höherer, freier Kultur erziehend. Die Gesamtbevölkerungdes derzeit unter freiländischem Einflüsse stehenden Gebietes beträgt42 Millionen Seelen, davon 26 Millionen Weiße und 16 Millionenschwarze oder branne Eingeborene. Von elfteren wohnen 12 Hz Milli-onen im Stammlande am Kenia und Aberdaregebirge; Iflz Millionen,sind im übrigen Massailand, am Kilima-Ndscharo und in Teita zerstreut;die Berge westlich und nördlich vom Baringosee haben eine weiße Be-völkerung von 2 Millionen; rings um den Ukerewe sitzen 6'/,, Millionen,in den Bergen zwischen diesem und dem Mwutan-Nzige und AlbertseelU/- Millionen, in den Mondgebirgen westlich vom Albert-Njanza3 Millionen und endlich südlich von diesen beiden Seen bis zum Tan-ganika zerstreut 2 Millionen.

Die freilündische Produktion hat sich auf nahezu alle Bedarfs-