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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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Punkte bei allen in der alten Welt zu bestreitenden Auslagen die zurück-gelassenen Delegierten waren.

Am 23. Oktober hielt der Ausschuß seine erste Sitzung in Eden-thal, um über die geeignetesten Vollzugsmaßregeln zur Bildungjener freien Vergesellschaftungen schlüssig zu werden, deren Sache vonda ab die Produktion in Freiland sein sollte. Die Ausschußsitzungenwaren von jeher öffentlich gewesen, d. h. jedes Mitglied der Gesell-schaft hatte Zutritt zu denselben und so sollte es auch fernerhin bleiben;eine bloß provisorisch eingesührte Neuerung dagegen war es, daß dieZuhörerschaft auch eingeladen wurde, an den Verhandlungen — aller-dings nur mit beratender Stimme, teilzunehmen. Diese Maßregelhatte die Bestimmung, in der Zwischenzeit, bis die Presse ihre belehrendeund überwachende Wirksamkeit beginnen konnte, deren Rolle zu über-nehmen.

Die Grundlage des zur Durchführung gelangenden Organisations-planes war schrankenlose Öffentlichkeit in Verbindung mit ebenso schranken-loser Freiheit der Bewegung. Jedermann in ganz Freiland mußte jeder-zeit wissen, in welchen Arbeitszweigen jeweilig der größere oder

geringere Ertrag zu erzielen sei. Ebenso aber mußte jedermann in Frei-land jederzeit das Recht und die Macht haben, sich — soweit seineFähigkeiten und Fertigkeiten reichen — den jeweilig rentabelsten Arbeits-zweigen zuzuwenden.

Es mußte also dafür gesorgt werden, daß Jedermann jeder-zeit in den Besitz der erforderlichen Arbeitsmittel gelangen könne.Dieser Arbeitsmittel giebt es zweierlei: Naturkräfte und Kapitalien.Ohne diese Beiden nützt die genaueste Kenntnis jener Arbeitszweige,nach deren Erzeugnissen gerade der dringendste Bedarf vorhanden

ist und die deshalb die höchsten Erträge liefern, eben so wenig, alsdie vollendetste Geschicklichkeit in diesen Arbeiten. Der Mensch kannseine Arbeitskraft nur verwerten, wenn er über die von der Naturgebotenen Stoffe und Kräfte, wie nicht minder über entsprechende

Instrumente und Maschinen verfügt; und zwar muß er, um mit

seinen Mitbewerbern konkurrieren zu können, Beides in gleich guterund zweckdienlicher Beschaffenheit besitzen, wie diese. Man muß nichtbloß Boden zur Verfügung haben, um Weizen zu bauen, sondernauch gleich ergiebigen Weizenboden wie die anderen Weizenbauer, sonstwird man mit geringerem Nutzen, ja möglicherweise sogar mit Schadenarbeiten; und der Besitz des ergiebigsten Bodens wird die Arbeit nochnicht ermöglichen, oder doch nicht gleich ertragreich machen, wenn mandie erforderlichen landwirtschaftlichen Geräte nicht, oder doch nicht injener Güte besitzt, wie die Konkurrenten.

Was nun die Kapitalien anlangt, so machte sich die Gesellschaftanheischig, sie Jedermann nach Wunsch zur Verfügung zu stellen,