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geworden zu sein, denn die berüssclten Verräter kehrten nach einer Weilezu ihren Treibern zurück.
Nunmehr erst wurde jedem der fünf Gefesselten — unter ihnenein Weibchen mit einem etwa einjährigen Jungen in der Größe einesmittleren Kalbes — ein Besuch abgestattet. Die zahmen Elefanten
gingen ohne weiteres auf die verzweifelt am Stricke Zerrenden los undbanden ihnen die Vsrderfüße eng an einander. Das gelang zwar nichtohne daß die Betrogenen wütenden Widerstand leisteten, aber dieserwurde in höchst brutaler Weise durch Rüsselschläge und Zahnstöße be-wältigt. Hierauf machten sich die erbarmungslosen Schergen daran,
rings um ihre Opfer alles für Elefantengaumen Genießbare — alsoGras, Büsche und Baumzweige zu entfernen; wo dazu die Rüssel nichtausreichten, drängten sie die Gefesselten ans die Seite und ermöglichtenes den Treibern, mit Axt und Beil das Werk zu vollenden.
Als der Abend anbrach, waren alle fünf Gefangenen geknebelt undjeder Möglichkeit beraubt, sich Nahrung zu verschaffen. Nunmehr
mußten sie aber auch bewacht werden, damit nicht etwa Löwen oderLeoparden die Gelegenheit wahrnähmen, die wehrlos Gemachtenanzufallen. Am anderen Morgen statteten die zahmen Elefanten
ihren gefesselten Brüdern der Reihe nach Besuche ab, halfen den beiihrem nächtlichen Toben Umgefallenen sich aufrichten, was wieder nichtohne ausgiebige Prügel und Stöße vollbracht ward und überließen siedann abermals ihrem Schicksale.
Das ging so drei Tage hindurch; die armen Gefangenen littenHunger und Durst und bekamen, so oft ihre verräterischen Brüder nachihnen sahen, jämmerliche Schläge. Am vierten Tage waren sie soschwach und kleinlaut, daß sie gar nicht mehr tobten, sondern kläglichbrüllten, als sich ihre Peiniger nahten, die aber nichtsdestowenigermit Rüsseln und Zähnen über sie herfielen. Da erschien nun denMißhandelten ein rettender Engel — in Gestalt des Menschen.Dieser verjagte zunächst unter drohenden Geberden und einigen schallendenSchlägen die Schergen von ihrem Opfer und hielt diesem dann einGefäß Wasser hin. Stutzte darauf der wilde Elefant und nahmsich Zeit, die Sachlage zu überblicken, so war die Tragikomödie aus,das Tier gebändigt. Denn es acceptierte in diesem Falle nach einigemBedenken den gebotenen Trunk, nach diesem einige Nahrungsmittel,konnte dann gefahrlos vollständig getränkt und gefüttert und unterÜberwachung der zahmen Elefanten zu weiterer Ausbildung heimgeführtwerden. Wurde es dagegen beim Anblicke des Menschen erst rechtrabiat — was allerdings bei dreien von den Fünfen der Fall war —so mußte mit der Prügel- und Hungerkur so lange fortgefahren werden,bis der Elefant zu begreifen begann, Erlösung aus seiner Lage könnehier nur das schreckliche zweibeinige Geschöpf spenden.