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nirgend in Afrika gezähmte Elefanten gebe. Sie wurde über diesesProblem nachgerade beinahe trübsinnig; sichtlich gelüstete es sie, es aufeinen Versuch ankommen zu lassen; aber die Inder blieben dabei, ohneMitwirkung der zahmen keinen wilden Elefanten einbringen zu können,und erstere in der Zeit dringendster Arbeiten zu zweifelhaften Ver-suchen zu verwenden, das zu beantragen, scheute sie sich um so mehr —als die Elefanten ihr Eigentum waren und sie daher eigentlich nachGutdünken über dieselben verfügen konnte. Da kehrte unser Zoologe,Signor Michael Faönze, von einem längeren Ausfluge nach dem Kenia-Massiv zurück und stellte sich, als ihn Miß Fox ins Vertrauen zog,ohne weiteres auf die Seite der Inder. Zwar auch er gab zu, daß esthatsächlich keine zahmen afrikanische Elefanten gebe, behauptete abergeradezu, dies müsse bloß daran liegen, daß die Afrikaner verlernthätten, dies edle Tier dem Menschen dienstbar zu machen. An derRasse liege es ganz gewiß nicht, was schon daraus hervorgehe, daß zurRömerzeit dressierte Elefanten in Afrika gerade so gut bekannt waren,wie in Asien. Man solle die Inder nur machen lassen; wenn sie ihreKunst verstünden, werde ihnen dieselbe hier so gut gelingen wie inIndien.
Und so geschaht. Die 8 Kornaks mit ihren 4 Elefanten zogenin einen der nahen Wälder, und als sie dort, was gar nicht langedauerte, eine Herde wilder Elefanten gefunden hatten, machten sie esmit diesen genau so, wie sie es in ihrer Heimat erlernt hatten. Diezahmen Elefanten wurden führerlos in die Herde der wilden gelassen,von denen sie zwar anfangs mit eniigem Befremden empfangen, schließlichaber in aller Freundschaft ausgenommen wurden. Einmal so weit,machten sich die listigen Tiere zunächst mit dem Führer der Herde, demstärksten und schönsten Bullen, zu schaffen, liebkosten ihn, wedelten ihmdie Fliegen weg, fesselten aber dabei mit mitgenommenen starken Strickeneinen seiner Füße an einen starken Baumstamm. Nachdem dies ge-schehen war, stießen sie ihren Angstruf — einen starken Trompetenton —aus, als ob sie irgendwie Gefahr bemerkt hätten und stürmten davon,auf welches Signal hin die Inder mit Geschrei und Flintenschüssenhervorstürzten, was die ganze Herde veranlaßte, den Zahmen in größterEile nachzufolgen. Der arme Gefesselte konnte natürlich nicht mit-halten, so verzweifelt er auch an dem Stricke zerrte, und die Inderließen ihn trampeln und trompeten, ohne sich vorläufig um ihn zukümmern. Ihre nächste Sorge war, die Spur der enteilten Herde zufinden. Nach etwa einer Stunde hatten sie sich an diese neuerlichherangeschlichen, wo inzwischen die vier Zahmen das vorige Spiel miteinem neuen Opfer wiederholten; auch dieses wurde gefesselt und dannunter großem Spektakel verlassen. Noch drei weitere Elefanten teilten
im Laufe des Tages dies Schicksal; dann schien die Herde argwöhnischH"tzka. „FkSiland". 5