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Größe doch leicht gebout, eine Menge von Bequemlichkeiten bietend unddoch einfach. 10 Personen fanden in jedem derselben bei Tag guteSitzplätze, bei Nacht ein erträgliches Lager. Eine höchst einfache Vor-richtung ermöglichte eine derartige Veränderung in der Anordnung derSitze, daß unter denselben für 6, auf denselben für 4 andere Per-sonen genügender Raum zum Liegen gewonnen wurde. Elastische Federnmilderten die Stöße des Gefährtes, ein bewegliches Lederdach bot imBedarfsfälle Deckung gegen Regen wie Sonnenbrand, und die — desNachts zur Lagerstätte dienenden — Matratzen waren tagsüber derartunterhalb des Lederdaches angeschnallt, daß dieses verstärkten Schutz gegendie Sonnenhitze gewährte. Auch für die Unterbringung des Gepäckswar in sehr praktischer Weise gesorgt.
Am 30. September langte das erste Schiff mit 900 Mitgliedernan - und zwar war dasselbe gleich allen folgenden Eigentum der Ge-sellschaft. In der Voraussicht, daß der Zuzug von Einwanderern so-bald nicht aufhören, ja wahrscheinlich stetig zunehmen werde, und vonder Absicht geleitet, diese Einwanderung soweit nur irgend möglich ineigener Hand zu behalten, hatte sie 12 große, schnellfahrende Dampfervon durchschnittlich 3500 Tonnen Tragkraft angekauft und ihren Zweckenentsprechend umgestalten lassen. Klassenunterschiede gab es auf denSchiffen der Gesellschaft nicht; es wurde von Niemand Bezahlung ge-nommen, weder für den Transport noch für die Verpflegung auf derganzen Reise, dafür mußte sich auch Jedermann mit dem gleichen, aller-dings nicht geringen, Ausmaße von Komfort begnügen. Ans Deck warengroße Speise- und Gesellschaftsränme, unter Deck zwar kleine, aber fürjede Familie gesonderte, bequem ausgestattete und durchweg ausgezeichnetventilierte Schlafkabinen. Die Aufnahme geschah in der Reihenfolgeder Beitrittserklärungen zur Gesellschaft; die älteren Mitglieder hattendie Priorität. Natürlich blieb es jedermann freigestellt, die Seereiseans fremden Schiffen zu machen, ohne dadurch in Mombas seinesPlatzes in der Reihe der zu Befindende» verlustig zu werden.
In Mombas angelangt, stand es Jedermann frei, die Weiterreisezu Pferd oder zu Wagen zu wählen. Die Reiter ihrerseits konntenentweder die Wagenkarawanen begleiten oder in beliebig eingeteiltenMärschen voran eilen; nur der jeweilige Vorrat an Pferden zum Wech-seln in den 65 Stationen mußte beachtet werden; doch war thunlichstdafür gesorgt, daß der erforderliche Pferdebestand nirgends ausging.Die Fahrenden hatten die Wahl, ob sie ununterbrochen Tag undNacht, bloß mit den znm Wechseln der Gespanne nötigen Pausen,oder bedächtiger, unter Einhaltung beliebig ausgedehnter Mittags- oderNachtstationen sich fvrtbewegen wollten. Ersterenfalls konnten sie beigünstigein Wetter in 14 Tagen, ja sogar rascher in Edenthal anlangen,letzterenfalls waren dazu 20 Tage erforderlich.