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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
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ansteigende Wegrichtung gesucht werden. Daß auch einige Brücken zubauen waren, bedarf wohl keiner Erwähnung.

Der dritte Teil der Arbeit bestand in der Herstellung von einfachenUnterkunftshäusern für Menschen und Vieh an geeigneten Orten.Speise- und Schlafräume für einige Hundert Menschen, Pferche fürzahlreiche Rinder und Magazine für Lebensmittel wurden in Abständenvon 13 bis 20 Kilometern, im ganzen 65 an der Zahl errichtet.

Alle diese Arbeiten waren auf der Strecke Mombas-Teita EndeSeptember, auf allen anderen Sektionen 14 Tage später vollendet. Dieaufgenommenen Arbeiter wurden jedoch nicht entlassen, da ein Teil der-selben zur Überwachung und Instandhaltung des Weges und der Bau-lichkeiten, ein anderer Teil dagegen zu Zwecken des Transportdienstesauf der neugeschaffenen Strecke Verwendung fand. Der Kostenaufwandfür das wahrlich nicht kleine Werk betrug 14500 Pfd. Sterling, zurHälfte in Löhnen, zur Hälfte in Bedarfsartikeln für die Arbeiter; zubezahlendes Baumaterial gab es nicht.

In der gleichen Zeit vollbrachte Johnston den Einkauf des zumTransporte erforderlichen Zugviehes und die Organisation des Ver-pflegwesens der Karawane. Seine Massai-Freunde verschafften ihmbinnen wenigen Wochen die ursprünglich bestellten 5000 Rinder, ausdeneu schließlich, da die Zahl der zu befördernden Mitglieder sichin jeder neuen, vom Ausschüsse der freien Gesellschaft anlangenden De-pesche größer und größer angegeben fand, nicht weniger als 9000wurden. Ein Rind stellte sich auf durchschnittlich etwas über 8 Schill.«Mark), wobei jedoch reichlich die Hälfte auf die Nebenspesen entfiel;der nackte Einkaufspreis betrug im Durchschnitt nicht einmal ganze4 Schill, per Stück.

Den Transportdienst organisierte Johnston in der Weise, daß vonMombas täglich 25 Wagen abgeheu und unterwegs auf jeder der 65Stationen frische Zugochsen finden sollten. In Edenthal angelangt, hattendann die Wagen wieder umzukehren, um von den OchsengespannenEtappe um Etappe zurückbefördert zu werden. Im Sinne dieser ebensoeinfachen als praktischen Anordnung durchliefen also alle Wagen einenununterbrochenen Kreislauf von Mombas nach dem Kenia und von dortwieder nach Mombas, während die Zugochsen in gleichen Abteilungenimmer bloß zwischen je zwei benachbarten Stationen hin und her wan-derten. Es konnten solcher Art täglich 250 Personen befördert werden,und um die sämtlichen, vom Ausschüsse angekündigten 20000 Mitgliederaufzunehmen, waren 80 Tage erforderlich, es sei denn, daß ein Teilderselben den Weg zu Pferde zurücklegte.

Die in England, Amerika und Deutschland bestellten Wagentrafen rechtzeitig in Mombas ein. Sie waren in jeder BeziehungMusterbilder sinnreicher Konstruktion, solid und im Verhältnis zu ihrer