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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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15. Juli von Taweta und Useri zugleich die Arbeiten. Demestre dagegenritt, gleichfalls unter Benutzung der Kurieretappen, in einer nur vonNachtruhen unterbrochenen Tour zuerst nach Teita, warb dort 400Wateita an, die er unter Leitung eines seiner Begleiter sofortdie Strecke Teita-Taweta in Angriff nehmen ließ, eilte daunweiter nach Mombas und brachte es zuwege, schon am 20. Juli mit500 Küstenleuten auf der schwierigsten Strecke, Mombas-Teita, dieArbeiten zu beginnen.

Diese Arbeiten waren überall dreifacher Art. Zunächst mußtenau den wasserarmen Stellen, deren es auf den unteren Abschnittenmehrere gab, insbesondere aber in den Wüsten von Duruma, Teitaund Ngiri, Brunnen, und wo sich kein Grundwasser fand, Cisternengegraben werden, ergiebig genug, um nicht nur die Arbeiter währendder Bauzeit, sondern späterhin Menschen und Vieh der durchziehendenKarawanen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Da es im äquatorialenAfrika zu allen Jahreszeiten heftige Regengüsse giebt, die in den soge-nannten trockenen Zeiten eben nur um vieles seltener sind, als in dersogenannten Regenzeit, so war nicht zu besorgen, daß große Cisternen,denen daS Regenwasser aus genügend weitem Umkreise znfloß, selbst inden heißen Monaten erschöpft werden könnten; nur mußten diese Cisternensowohl gegen den unmittelbaren Sonnenbrand als auch gegen Schmntzgeschützt werden. Elfteres geschah durch Eindeckung nnd Überdachung,letzteres durch Einfriedigung der Cisternen, sowie dadurch, daß das Regen-Wasser, bevor es in die Gruben gelangen konnte, durch eine mehrereMeter mächtige Sand- und Schotterschicht hindurchgeleitet wurde.Die natürlichen, jedoch in Zeiten anhaltender Dürre austrocknen-den Wasserlöcher, die sich in allen Einöden vorfanden, zeigten dieStellen an, wo diese Cisternen am praktischsten anzulegen seien, dennes waren das selbstverständlich die tiefsten Punkte, nach denen zu dasRegeuwasser seinen natürlichen Abfluß nahm. Die bedeutendsten dieserWasserlöcher brauchten bloß entsprechend vertieft, gegen Verdunstung desihnen zuströmenden Wassers geschützt und mit den oben erwähnten natür-lichen Filtern umgeben zu werden, und die Cisternen waren fertig.Von diesen wurden in den verschiedenen Abschnitten 25 gegraben, miteiner Tiefe von 8 bis 15 und mit einem Durchmesser von 5 bis 8Metern. Gewöhnliche Brunnen mit Grundwasser wurden 39 hergestellt.Au jedem dieser künstlichen Wasserbehälter ward zur Überwachung gegenVerunreinigung ein Wächter angesiedelt.

In zweiter Reihe kamen die eigentlichen Wegbauten. Im allgemeinenwurde dabei die schon beim Zuge der Pfadfinder hergestellte Straßebenutzt, bloß von Hindernissen etwas sorgfältiger befreit und um mehr alsdas Doppelte breiter gemacht. An einzelnen Stellen jedoch, insbesonderewo steilere Höhen zu überschreiten waren, mußte eine neue, minder jäh