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Stelle wurde aus dem Grunde gewählt, weil dicht oberhalb derselbeneine starke Stromschnelle ist, von da ab jedoch der Dana jenes ruhige,geringe Gefälle hat, das erst am großen Wasserfall, am Ostende desPlateaus, unterbrochen wird. Wir hatten also durch das ganze vorläufigbesetzte Gebiet hindurch eine vortreffliche Wasserstraße zur Mühleund konnten für dieselbe trotzdem den raschen Lauf des oberen Danaausnützen. Die komplicierteren, feineren Bestandteile dieser Mühlehatten wir aus Europa mitgebracht; die Räder, Wellen und die zehnMühlsteine dagegen erzeugten wir uns selber. Auch diese Mühle war— vorläufig zwar nur aus Holz und Fachwerk erbaut — EndeSeptember fertig, allerdings schon mit Hilfe jenes Nachschubs derUnseren, der während der ersten Hälfte des gleichen Monats in zweiAbteilungen zu uns gestoßen war.
Ich habe bereits erzählt, daß ich sofort nach unserem Eintreffenam Kenia neue Vorräte und eine Schar neuer Pioniere vom Ausschüsseverlangt und daß dieser den mit Ende des Monats Juli erfolgendenAbgang einer Expedition von 260 Reitern und 800 Zentnern Warenauf 300 Tieren angezeigt hatte. Diese Expedition traf am 16. Augustin Mombas ein; hier teilte sie sich in zwei Gruppen; die eine, diebesten, unternehmungslustigen 145 Reiter enthaltend, machte sich schonam 18. August mit bloß SO sehr leicht bepackten Handpferden — die300 Tragtiere waren, nebenbei bemerkt, sämtlich Pferde — auf denWeg, ohne, von einem Dolmetscher abgesehen, auch nur einen einzigenEingeborenen mitzunehmen; sie verließ sich beinahe gänzlich auf dieAushülfe von seiten unserer unterwegs beschäftigten Wegbauer und deruns freundlich gesinnten Bevölkerung, nicht zum mindesten aber aufihren Entschluß, alle etwa zu gewärtigenden Entbehrungen und Stra-pazen ohne Murren zu ertragen. Ein Gewaltritt von zwanzig Tagenmit bloß eintägiger Unterbrechung in Taweta brachte diese Wackerenam 9. September in unsere Mitte. Fünf Pferde waren den An-strengungen erlegen, sieben andere mußten unterwegs marod zurück-gelaffen werden; sie selber aber trafen sämtlich bis auf einen, der beieinem Sturze das Bein gebrochen und unter guter Pflege in Miverunigeblieben char, zwar etwas erschöpft, im übrigen aber in bester Ver-fassung ein und beteiligten sich schon zwei Tage päter rüstig an unserenArbeiten. Die 115 anderen folgten mit 250 Lastpferden, zu denen sie100 Suaheli-Treiber ausgenommen hatten, erst zehn Tage später. Diegrößere Hälfte der mitgenommenen Waren hatten sie unterwegs anJohnstou abgegeben, auf den sie in Useri gestoßen waren und derdarauf schon sehnsüchtig gewartet hatte. Die an den Kenia gebrachtenneuen Vorräte — in allem etwas über 300 Zentner — enthielten auchmancherlei Werkzeuge und Maschinen; diese und mehr noch der ansehnlicheKräftezuwachs beflügelten unsere Kulturarbeiten in nicht geringem Maße.