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kanischem Weizen bestellt, und schließlich wieder eingewalzt wurden.In der zweiten Augusthälfte war diese Arbeit gethan, kurze Zeit daraufdas ganze Ackerland eingehegt, und wir konnten getrost der nun be-ginnenden kleinen Regerzeit entgegensehen.
Inzwischen war auch ein — vorläufig bloß lO Hektare umfassen-der — Garten angelegt worden, etwas entfernter vom Weichbilde derzukünftigen Stadt als das Ackerland, denn während letzteres bei demzu gewürtigenden Wachstums der Stadt leicht weiter hinaus verlegtwerden konnte, mußte für den Garten ein möglichst dauernder Stand-ort gesucht werden, also ein solcher, der außerhalb des Weges derzukünftigen städtischen Entwickelung lag. Da wir nicht weniger alsachtzehn geschickte Gärtner besaßen und diesen Suaheli und Wakikujaals Gehilfen nach Bedarf an die Hand gegeben wurden, so gelang es,binnen wenigen Monaten die ganzen 10 Hektaren mit den erlesenstenObst- und Beerenarten, Gemüsen, Blumen, kurzum mit Nutz- undZierpflanzen aller Art zu besetzen, die wir teils aus der alten Heimatherübergebracht, teils unterwegs vorgefunden und mitgenommen, teilsam Kenia und in dessen Umgebung angetroffen hatten. Auch derGarten wurde mit einem Netze kleiner Bewässerungskanäle versehen unddurch einen starken hohen Zaun gegen unliebsame Besuche gesichert.
Die Bestellung der Felder, Gartenbau und Jagd hatten nicht alleuns zur Verfügung stehenden Kräfte beansprucht. Es waren gleich-zeitig mehrere Fahrwege rings um den Edensee, längs des Flussesbis zum Ostende des Plateaus und von diesem Hauptstrange aus ab-zweigend nach mehreren anderen Richtungen unseres Gebietes hergestelltworden. Man darf sich darunter keine Kunststraßen vorstellen, es wareneben Feldwege, die jedoch die Beförderung ganz ansehnlicher Lastenohne sonderliche Kraftverschwendung ermöglichten. Der Dana wurdean drei Stellen für Fuhrwerk und an zwei anderen für Fußgängerüberbrückt; sonst waren nur an zwei kurzen Strecken Kunstbauten er-forderlich gewesen: am Ende der Schlucht, die den Dana aus Eden-thal nach dem großen Plateau führt, und an einer der in den See ab-fallenden Keniaklippen. An diesen beiden Orten mußten mehrere Kubik-meter Felsen weggesprengt werden, damit am Ufer Raum für einenWeg geschaffen werde.
Da inzwischen auch Wagnerei und Feldschmiede nicht stille gestan-den hatten, so waren gleichzeitig mit den Wegen auch mehrere tüchtigeWagen und Karren fertig geworden, die alsbald nützliche Verwendungfanden.
Größere Arbeit beanspruchte die Herstellung der Mahlmühle.Dieselbe wurde mit zehn Mahlgängen am Oberlaufe des Dana,einen Kilometer vor dessen Einfluß in den Edensee, errichtet. Diese