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Wässerungskanäle und sollten so bald als möglich eingefriedigt werden,zum Schutze gegen die Einbrüche des zahllos umherschwärmenden Wil-des, wie nicht minder unserer Haustiere, die bei Nacht in einemstarken Pferch untergebracht, bei Tag, sofern man ihrer nicht be-durfte, unter der Hut einiger Suaheli und der Hunde im Freienweideten.
Inzwischen hatte die Sägemühle, die wir nicht mit nach Eden ge-nommen, sondern am Danaplatean belassen und dort unter Benutzungder Wasserkraft eines der vom Gebirge herniederrauschenden Bäche hartam Flusse errichtet hatten, ihre Arbeit begonnen. Die ersten Bretterund Pfosten, welche sie lieferte, wurden zur Erbauung zweier größererFlachboote benutzt, auf denen dann sofort der Transport des gewonnenenBauholzes den Fluß aufwärts nach dem Edensee begann. WenigeWochen später erhoben sich an des letzteren Ufern vierzig geräumige Holzba-racken, in welchen nun wir Weiße aus den bisher bewohnten engen Lager-zelten übersiedelten; die Neger zogen es vor, in den Grashütten zubleiben, die sie sich unter dem Schutze eines Wäldchens errichtet. Gleich-zeitig bekam das Vieh seinen Pferch, der hoch und stark genug war, umjegliches Raubzeug abzuhalten. Dieser Pferch bot Raum für unge-fähr zweitausend Tiere und war überdies mit einer gedeckten Ab-theilung versehen, die bei Regenwetter Schutz gewährte.
Schon am 9. Juli hatten unsere Schmiede, Wagner und Zimmer-leute zehn von den mitgebrachten Pflugscharen zu Pflügen ergänzt;gleichzeitig war aus Kikuja der erste Viehtrausport — 120 Ochsen und5,0 Kühe samt 200 Schafen und zahllosem Geflügel eingetroffen. So-fort wurden unter Anleitung unserer Ackerbauer Pflügeversuche gemacht.Die Kikujaochsen sträubten sich zwar nicht wenig gegen das Joch undauch das Gehen in der Ackerfurche leuchtete ihnen anfangs nicht ein;binnen drei Tagen aber hatten wir sie doch so weit, daß sich mit ihnen,zu achten vor den Pflug gespannt, leidlich ackern ließ. Dieser Kraft-aufwand war notwendig, da der schwarze, fette Boden, gebunden über-dies durch die üppige Grasnarbe, sich außerordentlich schwer aufbrechenließ. Jedes Ochsenpaar mußte zwar anfangs seinen eigenen Treiberhaben und die Ackerfurchen liefen trotzdem nicht so schnurgerade, wiein civilisirten Ländern üblich; aber umgebrochen wurde der Bodendoch und binnen verhältnismäßg kurzer Zeit hatten die Tiere weg,worauf es bei ihrer Arbeit ankam und leisteten dieselbe von da abzur vollsten Zufriedenheit. Am 15i. Juli kamen mit Hilfe inzwischenneu angrlangter Ochsen fünfzehn fernere Pflüge in Verwendung, eben-soviel am 20. Mit diesen vierzig Pflügen waren bis zu Ende desMonats 300 Hektaren bestellt, die sodann geeggt und gewalzt, soweitder Vorrat reichte mit unseren mitgebrachten Sämereien — hauptsäch-lich Weizen und Gerste — zu reichlich drei Vierteilen dagegen mit afri-