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dann so ab, bis wir am Abend des dritten Tages Durumaland hinteruns hatten und die große Wüste betraten, die sich von da nahezuununterbrochen bis Teita ausdehnt.
Sonst ist über diese Marschtage nichts zu berichten, als daß wirstets ziemlich pünktlich um 4 ft. Uhr aufbrachen, nach 9 Uhr morgenseine erste Station machten, vor 5 Uhr nachmittags uns wieder inMarsch setzten und zwischen 8 und 9 Uhr abends das Nachtlager be-zogen. Die Verpflegung in Duruma-Land war nicht leicht, aber esgelang uns doch, von den Viehzucht und Landbau treibenden Bewoh-nern genügende Lebensmittel an Pflanzenkost und Vieh, von letzteremauch einen ausreichenden Vorrat für den Durchzug durch die Durnma-Wüste einzuhandeln. Das Land scheint von großer natürlicher Frucht-barkeit zu sein, ist aber gerade an seinen besten Stellen unangebautund verlassen, da die Bewohner der häufigen Einfälle der Massaihalber sich aus ihren unzugänglichen Dschungeldickichten kaum hervor-wagen. Allenthalben hörten wir Klagen über die Missethaten jenerstreifenden Räuber, die erst vor einigen Wochen einen Stamm über-fallen, die Männer niedergemacht, Weiber, Kinder und Vieh weg-getrieben hatten und jetzt schon wieder unterwegs sein sollten, um nachneuer Beute auszuspähen. Unsere Versicherung, daß wir ihr Gebietsowohl als dasjenige aller Stämme, mit denen wir Freundschaft ge-schlossen oder noch zu schließen gedächten, von dieser Plage demnächstbefreien würden, nahmen die Wa-Dnruma mit starkem Zweifel entgegen;hatte doch selbst der Sultan von Zanzibar gegen die Massai, die zeit-weilig bis Mombas plünderten und brandschatzten, nichts auszurichtenvermocht. Indessen verbreitete sich doch dieses unser Versprechen sehrrasch überall in der Umgegend.
Am Morgen unseres vierten Marschtages, als wir uns eben zumEintritte in die Wüste anschickten, wurden wir durch atemlos unterallen Anzeichen des Entsetzens und der Angst herbeieilende Eingeborenebenachrichtigt, daß ein starker Schwarm Massai wieder da sei, in derNacht ansehnliche Beute an Sklaven und Rindern gemacht habe undsich im Anzuge gegen uns befinde. Wir änderten darauf unsere An-ordnungen, ließen das Gepäck und die Treiber im Lager und formiertenuns, da das Terrain günstig war, sofort zum Gefecht. Die Geschützewurden auf ihre Lafetten gesetzt und bespannt, die Raketen bereit ge-macht; erstere kamen in das Centruin, letztere an die beiden Flügelunserer in einer langen Linie sich ausdehenden Front. Das Alleswar das Werk von kaum zehn Minuten und es verstrich auch keinefernere Viertelstunde, daß wir die Massais, die ungefähr 600 Mannstark sein mochten, im Laufschritt nahen sahen. Wir ließen sie ruhigbis auf etwa einen Kilometer herankommen; dann schmetterten dieTrompeten und unsere ganze Linie jagte im Galopp den Massai ent-