Vorwort zur fünften Auflage.
Zwei und ein halbes Jahr sind verstrichen, seitdem die erste Auflagedieses Buches die Presse verlassen und die halb zweifelnde Frage, mitwelcher deren Schlußwort ausgeklungen, die Frage nämlich, ob es mirvergönnt sein werde, noch unter den Lebenden zu weilen, wenn sich dieGenossen finden, mit deren Hilfe Freiland verwirklicht werden könnte —sie hat inzwischen Beantwortung gefunden. Jawohl, mit stolzer Freudedarf ich es sagen, diese zur That entschlossenen Genossen haben sichgefunden, Freiland wird Thatsache werden. Zur Stunde, wo ich diesschreibe, harren Tausende von Männern und Frauen, den verschiedenstenStänden und Berufsklassen angehörig, in allen Theilen der civilisiertenWelt des Signals, um die in den nachfolgenden Blättern niedergelegtenIdeen in der dort geschilderten Weise der Verwirklichung entgegenzuführen.In 28 Städten haben sich Freiland-Vereine gebildet, die im Sinne der frei-ländischen Propaganda thätig sind. Ein provisorisches Comits, bestehendaus hervorragenden Mitgliedern der größeren Freilandvereine ist imSommer des vorigen Jahres auf meinen Ruf in Pörtschach (am Wörther-See) zusammengetreten und hat mir als seinem Präsidenten — nebenzehntausend Gulden zu Zwecken vorbereitender Schritte behufs Einleitungder freiländischen Aktion — ausreichenden Kredit für energische Fort-führung der freiländischen Propaganda aus eigenen Mitteln zur Ver-fügung gestellt. Am Unterlaufe des Tana ist der Freiland-Gesellschastein zur Anlegung von Etappenlagern geeigneter Landstrich geschenktworden und eine Vorexpedition ist im Werke, die unter Benutzung desan der ostafrikanischen Küste nunmehr vorhandenen Stützpunktes Tana-aufwärts gegen den Kenia Vordringen soll. Seit Jahresfrist erscheintin Wien unter dem Titel „Freiland" eine Halbmonatschrift als Organder Freiland-Vereine, und alles berechtigt zu der Erwartung, daß diese