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Auf der Sierra Neváda de Mérida
Entstehung
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starrende Zacken und wildes Felsgetrümmer dort; allmählichansteigende Gelände, sanfte Abdachungen, ebene oder gewellteTafelflächen laden in allen Höhenregionen zum Aufbruche derfruchtbaren Ackererde ein; dem Straßenbaue fetzen sich keineunüberwindlichen Hindernisse entgegen; stufenweise Uebergängeführen vermittelnd von einer zur anderen übergelagerten Schicht;ein reiches Quellennetz bewässert Thal und Hügel und sammeltseine silbernen Fäden zu Bächen und Flüssen, die weder mitverheerender Gewalt in die Tiefen abstürzen, noch in weitge-dehnten, abzuglosen Felsenwüsten versiegen; in ihrer ganzenHöhen- und Massengliedernng von allen Lüften umspült, mitihrer Sohle hier in das Meer, dort in die grüne Laubfluth derheißen Waldniedernngen tauchend und deren aufsteigenden, warm-feuchten Dünsten überall aufgethan, von ihren eigenen hoch an-steigenden Wäldern in einen triefenden Dnnstmantel eingehülll,welcher den unersättlichen Sonnenpfeilen und den abschwemmendenWolkengüssen zugleich Trotz bietet, so öffnen die Kordillerenunter den Tropen Amerikas, im vielfachen Gegensätze zu demGebirgslande anderer Welttheile, dem rastenden Fuße und dersäenden Hand des Menschen überall ihre Pforten; da aber, wodie physischen Kräfte aller Zonen sich mischen und vermählen zueiner zeugenden Kraft, alle Blumen blühen, alle Früchte reifen,alle Lüfte zusammenfließen und einen einzigen unvergänglichenFrühlingstag anferwecken, da durchlebt auch der Mensch eineneinzigen genußfrohen, sonnigen Lebenstag.

Gar manchen Menschenwohnsitz, bald vereinzelt, bald lockereroder dichter zusammengebaut, gäbe es dort zu preisen und manchemeinladenden Rufe:hier laßt uns Hütten bauen!" Folge zuleisten; doch wir halten heute Rast und Einkehr ans einer jenervielen bevorzugten Erdenstätten, in dem schönen Marida mitseiner majestätischen Sierra Nevada. Unter demschönen"Mörida soll nicht die Stadt selber verstanden sein mit ihren

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