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Aussehen eines Wortes geändert. Bei unfern deutschen Wörternmuß recht sein vor allem zu versuchen, ob sie nicht auch inner-halb des deutschen Gebietes selbst sich erklären lassen, das zwarnur engere, der Natur der Sache nach oft sichere Schritte zuthun erlaubt.
Was das Aeußere des Wörterbuches betrifft, so ist ja all-gemein bekannt, daß Jakob Grimm sich darüber ereifernkonnte, wenn man die ins Spitze gezogenen Züge der ursprüng-lich lateinischen Schrift eine „deutsche" nannte. Er ist daherauf den „unverdorbenen" Gebrauch zurückgegangen. Ebensoverschmähte er die erst im sechzehnten Jahrhundert aufgekommeneGewohnheit, die Substantive ohne Unterschied mit der Majuskelauszuzeichnen.
Für Sanders und Wurm hat er nur folgendeWorte: „Zwei Spinnen sind ans die Kräuter dieses Wort-gartens gekrochen und haben ihr Gift ansgelassen. Alle Welterwartet hier eine Erklärung von mir, ihnen selbst würde ichnie die Ehre anthun, eine Silbe auf die Roheit ihrer Anfein-dung zu erwidern. Mag das Wörterbuch den Einbildungenoder vorgefaßten Plänen dieser hämischen Gesellen nicht ent-sprechen, die beide nicht einmal Halbkenner unsrer Spracheheißen können; das gab ihnen kein Recht, ein vaterländischesWerk, das alle freuen sollte, und reiche Vorräthe öffnet, zuverlästern, keine Kraft, es in seiner Wirkung aufzuheben oderauch nur zu schmälern. Ihr Frevel ist unserer öffentlichenZerrissenheit ein Zeichen. Alles Dankes, der ihrem armenFlicken am Zeug sonst vielleicht geworden wäre, gehen siebaar." —
Noch vor Beendigung des zweiten Bandes unsers Wörter-buchs ließ Rudolf von Raumer im ersten Heft der Zeit-schrift für die österreichischen Gymnasien 1858 eine Beurtheilungerscheinen, die besonders deshalb schon wichtig ist, weil ihr
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