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Geschichte des Grimmschen Wörterbuchs
Entstehung
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Im ersten Viertel des Jahres 1854 war mit der achtenLieferung der erste Band A—Biermörder vollendet. Wie großdie Anforderung war, die das Wörterbuch an die doch so be-deutende und noch immer frische Arbeitskraft Jakob Grimmsstellte, ersehen wir aus einem Briefe an den Friesen I. H.Halbertsma, wo es heißt: . . . „Sie wissen aber, ich stecke inder unablässigen Ausarbeitung des deutschen Wörterbuchs, dasmir fast den Athem benimmt, so daß ich alle andern Studienan den Nagel hängen muß und mein Briefwechsel stockt ganz."

Hätte die Vorrede zu diesem ersten Bande, in dem aus-führlich Bericht gegeben wird über Plan und Absicht diesesWerkes, schon der ersten Lieferung beigelegen, so hätten wohldie Benrtheilungen von Sanders und Wurm andere seinmüssen; ihr Ton wenigstens — so steht zu hoffen — wäreunmöglich geworden. Sie hätten sich den Weg, den sie zugehen hatten, zeigen lassen von jenen 83 deutschen Männern,die ohne andern Dank zu erwarten als die Freude, ein natio-nales Unternehmen zu fördern, Beitragspender des Wörterbuchswurden. Waren doch unter diesen Männer wie GustavFreytag, Gerviuus, Karl Gödeke, Moritz Haupt,Hoffmann v. Fallersleben, Koberstein, Pfeiffer, Rudolfv. Raumer, Vilmar, Weigand, Zacher.

Gleich zu Beginn der Arbeit war für die Durchsicht derQuellen und Anfertigung der Auszüge Hülfe gesucht worden.Von Seite der Verlagshandlung war nichts unterlassen, um siegenugsam herbeizuschaffen, und der entspringende beträchtlicheKostenaufwand bereitwillig gedeckt. „Auf diesem Wege," sagtJakob Grimm, „sind sehr schätzbare und in der That unent-behrliche Sammlungen zu stände gekommen, die gleichwohl, un-geachtet, daß ein genauer Plan des Verfahrens entworfen warund zum Grunde gelegt wurde, nach Beschaffenheit der Schrift-steller und nach der Ausziehendeu Anstelligkeit oder Neigung

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