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Geschichte des Grimmschen Wörterbuchs
Entstehung
Seite
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bis zur Schamlosigkeit unschickliche Vermuthung aus, die be-treffende Anzeige sei von Jakob Grimm selber verfaßt, sodannversucht er, über die ganze sprachwissenschaftliche Thätigkeitdieses in Form des seichtesten Räsonnements den Stab zubrechen. . . Wenn wir von persönlicher Gemeinheit sprachen,so zeigt die erste Vermuthung wohl, daß wir uns nicht zu hartausdrückten; das alberne Gerede über die wissenschaftlichenLeistungen Jakob Grimms gehört zur Begutachtung desIrrenarztes."

Gerechtigkeit wie Vollständigkeit aber des Urtheils erfordernes, zu bemerken, daß Herr Wurm sich später noch einmal überdas Grimmsche Wörterbuch geäußert, und zwar in der Vorredezu seinem eigenen, allerdings nicht über den ersten BandsA — Aushauer) hinausgekommenen „Wörterbuch der deutschenSprache von der Druckerfindung bis zum heutigen Tage". Ersagt daselbst September 1858:

„Jetzt trat das Wörterbuch der Herren Grimm an dasLicht. Kaum konnte einer meiner Landsleute von dieser Er-scheinung sich stärker berührt fühlen, als dies bei mir in derangeschlagenen Richtung der Fall sein mußte. Zwar übte dieäußere Einkleidung des Werkes, die lateinische Begriffsbestim-mung, die römischen Lettern, die kleinen Initialen einen störendenEindruck auf meine Anschauungsweise. Indessen hatte ich esdem alten Adelung zuweilen im stillen verargt, die von Campeihm dargebotene Hand zur gemeinschaftlichen Weiterbildung seinesSprachwerkes gleichgültig abgelehnt und auf diese Weise eineZersplitterung auf diesem Gebiete der Sprachforschung herbei-gesiihrt zu haben. Dieser Denkungsart getreu, schwankte ichnicht lange über die dem Grimmschen Wörterbuchs gegenüberzu ergreifende Partie; ich bot mit Unterdrückung meiner Ab-neigung oder, wenn man will, Grille gegen das äußerlicheGewand desselben, meine Vorarbeiten Herrn Jakob Grimm,

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