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Aberglauben zurückführeu, während andererseits frühe Natnr-eindrücke ihn zur Auffassung des Großartigen anregten. Wärenicht ein zähes Festhalten des Gesehenen oder Empfundenen imGedächtniß ihm eigenthümlich gewesen, so könnten selbst beiseiner frühen Reife die Erinnerungen aus der ersten Jugendkaum in Betracht kommen. Das bis zur Leidenschaftlichkeitliebebedürftige Gemüth des Kindes fand wenig Gelegenheit sichanzuschließen, und seine Geistesbildung wurde vernachlässigt.
Der Knabe war also in mehr als einer Hinsicht haltlos,als er im Alter von zehn Jahren durch den Tod eines Ver-wandten die Pairswürde erbte. Stolz auf seinen hohen Rangwnrde ihm eingeflößt, obgleich zunächst die Mittel fehlten, den-selben geltend zu machen. Der Vormund, den man ernannte,stand trotz seiner Verwandtschaft der Familie fern und kümmertesich wenig um die Erziehung seines Mündels. Bei stetem Wechselder Lehrer und Schulen wnrde das Nothwendigste versäumt, sodaß es an den festen Grundlagen einer geregelten Bildungfehlte. Was geistig erworben wurde, beruhte nur auf eigenerplanloser Lektüre; allein das Genie erreicht spielend, was minderBegabten nur durch langsame und gründliche Arbeit möglichwird.
Ein schon im Knabenalter, noch stärker aber in den erstenJünglingsjahren hervortretendes Selbstbewußtsein ohne Maßwollte geschont sein, da man es nicht rechtzeitig zu beugen ver-standen hatte. Außer einem der früheren Lehrer hatte nurOr. Drury, Byrons erster Direktor während seines Aufenthaltsans der hocharistokratischen Schule von Harrow, Takt genug,den jungen Menschen so zu behandeln, wie er es selbst verlangteund wie es bei seiner scharf ausgeprägten Eigenthümlichkeitallein Erfolg verhieß. Schlecht vorbereitet bezog er die UniversitätCambridge und verließ sie wieder im März 1808 nach derkürzeren für den hohen Adel genügenden Studienzeit versehen mit
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