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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
Operation geschoben werden, auf einen Act der Unter-scheidung (discrimination, Bain) zwischen zwei einfachenWahrnehmungen. Um die Dauer dieser Unterscheidungzu schätzen, mussten die Beobachter zunächst ihrepersönliche Gleichung bestimmen, d. h. die Gesammt-dauer der Reaction, Avenn der Reiz immer derselbe bleibt;sodann in ähnlicher Weise die Reactionsdauer bei sichänderndem Reize. Die Differenz dieser beiden Zahlenentspricht der Dauer der Unterscheidung.
Auerbach
Kries
Secunden
Secunden
Localisatiou der Tasteindrücke (d. h. die
Unterscheidung verschiedener Theile
des Tastorgaus).
0,021
0,036
Unterscheidung zwischen zwei Tastreizen:
AntAvort auf den stärksten . . .
0,022
0,061
„ „ „ scliAvächsten . .
0,053
0,105
Unterscheidung eines hohen Tones . • .<
0,019
0,049
„ „ tiefen „ . . .
0,034
0,054
„ zAvischen einem Ton und
einem Geräusch.
0,023
0,046
Localisation des Tones.
0,015
0,032
Unterscheidung zwischen zwei Farben .
0,012
0,034
„ der Lichtrichtung . . .
0,011
0,017
„ in der Entfernung gese-
liener Objecte.
0,022
0,030
Aus dieser Tabelle geht hervor, dass die mittlereDauer der Unterscheidung für Auerbach 0,026", fürKries 0,049" sein würde, also etwa um das Doppeltegrösser, und dass folglich die Dauer der psychischenVorgänge grossen individuellen Schwankungen unter-worfen ist : ).
Ricliet (Bevue pliilos. VI, p. 395) glaubt, dass eine sogeringe Dauer (ungefähr drei Hunderttheile einer Secunde) voll-ständig ausserhalb der Fehlergrenze der Beobachtungen liegt.