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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
behält immer jene Unbestimmtheit, die man als dasUnendliche der Idee oft bezeichnet hat.“ In dieserAuffassung der Idee liegt also nichts mystisches.
Wenngleich eine wissenschaftliche Aesthetik augen-blicklich nur ein roher Entwurf sein kann, so beweisendoch Ilelmholtz’s „Optik“ und „Tonempfindungen“,Fechner’s Abhandlungen über die „ExperimentaleAesthetik“, die Arbeiten Zeising’s und Briicke’s, dasses möglich ist, auf diesem Gebiete vage Erörterungen undstreitige Verallgemeinerungen durch eine auf die positivenWissenschaften gegründete Theorie zu ersetzen; mit anderenWorten, sie beweisen die Möglichkeit einer Aesthetik,welche der jetzigen nur sehr wenig gleichen würde.
In der Aesthetik sind im Allgemeinen zwei Methodeneingeschlagen; die eine, speculative, geht vom Begriff desSchönen aus und leitet aus diesem die Gesetze der Aesthetikah; die andere empirische geht von der Analyse derschönen Gegenstände und Kunstwerke aus und leitet ausdiesen die Gesetze der Aesthetik ab. Hegel vertritt dieerste, L es sing die zweite Richtung. Die Vortheile beiderMethoden sind in der experimentellen vereinigt, die biszu den einfachen Elementen hinabzusteigen sucht, indemsie dieFactoren bestimmt, welche die ästhetische Wirkunghervorbringen.
Bei den Gesichtseindrücken kommen zwei Factorenin Betracht, nämlich die Farben und die Formen derGegenstände. Da die Untersuchungen der Physiker, be-sonders Plelmholtz’s zur Genüge gezeigt haben, dassdie Optik für die Aesthetik der Farben hinreichendeGrundlagen bietet, so wollen wir uns auf die Betrachtungder Formen beschränken. — Warum gefällt uns eine regel-