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DIB DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
III. Zu dieser allgemeinen Kritik kommt noch eineandere, welche sich gegen die Methode richtet, vermittelstderen Fechner seine vergleichende Stufenleiter zwischenReiz und Empfindung aufgestellt hat. Bei jedem Maass-stabe handelt es sich darum, den Nullpunkt festzulegen,von dem die Theilung ausgeht. Für die Empfindungscheint es das Natürlichste zu sein, diesen Punkt an denAugenblick zu setzen, da die Empfindung Null ist, undFechner thut dies in der That. Aber hieraus ergiebtsich eine bedeutende Schwierigkeit. Um empfunden zuwerden, muss der äussere Reiz eine gewisse Stärke er-langt, seinen Nullpunkt überschritten haben. Fechnernimmt nun als Einheit des Reizes die „Schwelle“ d. h.den Augenblick, da der Reiz hinlänglich stark gewordenist, um empfunden zu werden, und setzt an die Schwelleden Nullpunkt der Empfindung. Den unterhalb derSchwelle liegenden Reizen entsprechen negative Em-pfindungen !). Neben dem Reize 0 steht also die Em-pfindung — oo, neben der Empfindung 0 der Reiz 1.Auf solche Weise stellt man aber hei Experimentengenaue Messungen nicht an. Wenn wir z. B. den voneinem fallenden Körper durchlaufenen Raum messenwollen mit Hülfe der Zeit, welche vom Beginn seinesFalles verstrichen ist, so besteht im Anfänge beiderReihen völlige Uebereinstimmung, d. h. dem Raume 0gegenüber steht auch die Zeit 0.
IV, Eine teleologische Kritik der Ansichten Fe oh-ne r’s brauchte uns hier nicht aufzuhalten, wenn es sich
Ueber die Bedeutung dieses vielfach, auch von Delboeuf,missverstandenen Ausdrucks müssen wir den Leser bitten, Fecli-ner’s „In Sachen der Psychophysik“ S. 90 u. ff. einzusehen, anwelcher Stelle der im Texte erwähnte und von Delboeuf erhobeneEinwand näher erörtert bez. zurückgewiesen ist.