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DIB DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
der Richtung von einem Verhältniss zwischen der Muskel-empfindung und der Stelle der Netzhaut, an welcher deräussere Reiz auf uns wirkt, hat entstehen müssen. FernerHessen sich noch manche Fälle von Strabismus heran-ziehen, aber man sieht auch ohne weitere Ausführungen,wie die Verkettung der Umstände uns nothwendig derempiristischen Theorie zutreibt, und wir werden uns des-halb darauf beschränken, Helmlioltz die Zusammen-fassung der Gründe zu entnehmen, welche zu ihrenGunsten sprechen.
1) Führt die nativistische Theorie eine nicht noth-wendige Hypothese ein.
2) Ergeben ihre Gonsequenzen immer noch räum-liche Anschauungsbilder, die nur in den wenigsten Fällenmit der Wirklichkeit übereinstimmen. Die Anhängerdieser Theorie sind deshalb gezwungen, die sehr miss-liche Annahme zu machen, dass die nach ihnen vorhan-denen ursprünglichen Raumempfindungen fortdauernddurch unsere aus der Erfahrung gesammelten Kennt-nisse verbessert und überwunden werden.
3) Ist nicht einzusehen, was die Annahme solcherursprünglichen „Raumempfindungen“ unserer Ge-sichtswahrnehmungen nützen soll, wenn schliesslich vonden Anhängern dieser Theorie für die ungeheure Mehr-zahl der Fälle angenommen werden muss, dass dieselbenüberwunden werden müssen durch unsere aus der Erfah-rung entnommene bessere Kenntniss. Dann ist es doch,wie mir scheint, viel leichter und einfacher zu begreifen,dass sämmtliche räumliche Anschauungen bloss durchdie Erfahrung zu Stande kommen, ohne dass diese gegen