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DIE DEUTSCHE PSYCHOLOGIE.
gen für clie Aufnahme der äusseren Eindrücke von gros-ser Wichtigkeit ist, und diese Ansicht ist nicht ohneAnalogie mit der der Localzeichen.
Wir haben gesehen, welche grosse Bedeutung Lotzeden Bewegungen, namentlich den unbewussten, oder, wieer bisweilen sagt, den Tendenzen, für die Bildung dessichtbaren und tastbaren Raumes zuschreibt. Wie alleBehauptungen, welche, da sie vom Unbewussten abge-leitet sind, sich mehr auf Inductionen, als auf gut be-gründete Thatsachen stützen, ist auch diese nicht ein-wurfsfrei. „Wir haben uns bisweilen,“ sagt Lotze, $zurBezeichnung der Localzeichen des Ausdrucks Bewegungs-tendenz bedient. Man hat diesen Ausdruck als zwei-deutig und mit den exacten Begriffen, welche die Mecha-nik auf die physikalischen Erscheinungen an wendet, fürunverträglich erklärt.“ Diese Kritik veranlasst Lotze,seinen Gedanken schärfer zu fassen und das Local-zeichen als einen rein psychischen Zustand hinzustellen,dessen Ursache die Bewegungen sind. „Was in denNerven vorgeht, kann nur eine Bewegung des Augeshervorbringen, d. h. eine Erscheinung der physischenWelt; aber nur die psychischen Affectionen, welche dar-aus hervorgehen, verdienen den Namen Localzeichen,denn sie allein können die Localisation erzeugen,d. li. einen Verstandesvorgang, der mit einer Bewegungnicht die mindeste Aehnlichkeit hat und in keiner Weisenach den Begriffen der Mechanik der Körper messbarist“ U
1 ) Wenn auch die Localzeichen anfangs unstreitig physischeErregungen sind, die auf Veranlassung des Reizes in der beson-deren Eigentliiimlichkeit der erregten Stelle entstehen, so sinddiese physischen Vorgänge doch nicht als solche und nicht ver-mittels unbewusster Eindrücke, welche sie in der Seele erwec.keu,