LOTZE.
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haupt zu Theil wird, und unter welchen sie sich in ihrenWechselwirkungen mit anderen gesetzmässig verändert“ >).
Jedermann wird mit Lotze zugeben, dass die Kennt-niss vom Wesen der Dinge grösseren Werth hat, als dieder inneren oder äusseren Vorgänge, durchweiche sie sichäussern, und es ist deshalb sehr zu bedauern, dass ernirgends ein Mittel angegeben hat, wie wir zu diesercognitio rei gelangen können. Es hätte ihm doch darangelegen sein müssen, den Anhängern einer sich lediglichauf die Erscheinungen beschränkenden Psychologie zuzeigen, nicht, dass ihre Kenntniss beschränkt ist — wassie sehr wohl wissen —, sondern, dass die Hypotheseeiner Seele als substanziellem Princip unsere Kenntnissund die Verständlichkeit der inneren Erscheinungen inirgend einer Beziehung vermehrt. Wenn aber in derPsychologie die cognitio rei nur in der beständig wieder-holten, nie bewiesenen Behauptung von einem fühlenden,denkenden und begehrenden Princip besteht, so hat dochdie cognitio circa rem grösseren Werth. Im Gegensatzzur empirischen Psychologie hätte Lotze nachweisenmüssen, dass eine dieses Namens würdige Kenntniss mehrsein könne, als ein Nachweis von Gleichzeitigkeiten undFolgen der Zustände des Bewusstseins; er hätte zeigenmüssen, dass nicht diese so verachtete cognitio circa remes sei, welche allein das ausmache, was man wissen-schaftliche Kenntniss nennt. Diesen Nachweis hat ernicht erbracht, und er erkennt den zweideutigen Charakterseiner Stellung selbst an, wenn er sagt: „Wir können mitfast gleichem Hechte uns die innigste Kenntniss desGeistes, wie die völligste Unwissenheit über ihn zu-.schreiben“ 2 ), und um eine Psychologie aufzubauen, sich
l ) Med. Psyeh. No. 45. — 2 ) Med. Psych. No. 47.