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Die experimentelle Psychologie der Gegenwart in Deutschland
Entstehung
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HEBBAET.

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und der Basis sammt dem Modulus des Systems, oderzwischen dem Differential und seinem Integral bestehen.Die ganze Psychologie kann nichts anderes sein, als Er-gänzung der innerlich wahrgenommenen Thatsachen;Nachweisung des Zusammenhangs dessen, was sich wahr-nehmen liess, vermittels dessen, was die Wahrnehmungnicht erreicht; nach allgemeinen Gesetzen.

Da für Herbart alle Bewusstseinszustände ohneAusnahme Vorstellungen sind, diese aber, insofern siewider einander streben, Kräfte, so folgt daraus, dassdie Arbeit der Psychologie in der Aufstellung einer Statikund Mechanik des Geistes bestehen müsse r ).

Jede einfache Vorstellung hat eine bestimmte un-veränderliche Qualität; die Wahrnehmung desRoth z. B. kann nie zur Wahrnehmung des Blau werden;jede Vorstellung hat aber auch einen veränderlichenquantitativen Werth, eine bestimmte Intensität, Kraftoder einfacher Deutlichkeit 2 ). Dass die Vorstellungenin Wirklichkeit Kräfte sind, welche sich gegenseitig be-kämpfen, lässt sich leicht an einem Beispiele aus dem

: ) Es ist wohl zu beachten, dass Herbart nicht behauptet,die Vorstellungen seien ursprünglich Kräfte, sondern nur, dass sieinfolge der unter ihnen sich bildenden Beziehungen zu solchenwerden.Das vorstehende Subject ist eine einfache Substanz undführt mit Becht den Namen Seele. Die Vorstellungen enthaltennichts von aussen Aufgenommenes; jedoch werden sie nicht vonselbst, sondern unter äusseren Bedingungen erzeugt, und ebenso-wohl von diesen, als von der Natur der Seele selbst ihrer Qualitätnach bestimmt. Die Seele ist demnach nicht ursprünglicheine vorstellende Kraft, sondern sie wird es unter Um-ständen. Vollends die Vorstellungen, einzeln genommen, sindkeineswegs Kräfte, aber sie werden es vermöge ihres Gegensatzesunter einander. (Psycliol. als Wiss. I, 113.)

2 )Drobisch, Erste Grundlehren der mathematischen Psy-chologie, S. 15.

Ribot, Psychologie.

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