EINLEITUNG.
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So begrenzt, umfasst das Gebiet der physiologischenPsychologie, welches sich mit den Fortschritten derNervenphysiologie unmerklich vergrössert: die Reflexeund Instincte; die Sinnesempfindungen mit den auf Raumund Zeit bezüglichen Fragen innerhalb des Gebietes derErfahrung; die Bewegungen; den Ausdruck der Gemüths-bewegungen und die Sprache; die Bedingungen desWillens und der Aufmerksamkeit; die weniger verwickeltenFormen des Gefühls.
Sie findet ihren Platz am Anfänge der Psychologie:sie erforscht, was die Alten die niederen Seelenfähigkeitennannten; aber nur in ihr findet die Erforschung derhöchsten Aeusserungen ihre Grundlage; sie bildet den amleichtesten zugänglichen und einfachsten Theil der Geistes-wissenschaft. Uebrigens ist diese Einfachheit rein relativ,und man braucht nur die Werke zu durchblättern, welcheder gesammten physiologischen Psychologie oder ein-zelnen ihrer Theile gewidmet sind, um sich hiervon zuüberzeugen. In dieser stetig wachsenden Masse vonBeobachtungen, Experimenten, Messungen, numerischenBestimmungen, physikalischen, physiologischen, patholo-gischen und ethnologischen Thatsachen, von Hypothesenund Erklärungen, welche unaufhörlich mit dem Standeder Wissenschaft wechseln, fühlt man sich in einer neuenWelt und findet es erklärlich, dass die Anhänger deralten Schule eine Psychologie nicht anerkennen wollen,welche der ihrigen so wenig gleicht. Nimmt man nochhinzu das Ermüdende der technischen Einzelheiten, einetrockne Darstellungsweise, welche jedes literarische Bei-werk und jeden oratorischen Schmuck verschmäht, sowird man begreifen, dass selbst hervorragende Männersich nach jener so einfachen, bequemen und sich sowohlgesetzt ausdrückenden Psychologie sehnen.