468
wohl französische und genuesisches, nicht aber griechische Unterstützungerhalten hatte.
Händel mit Boemund. Bis zum Schlüsse des elftenBuches. Der Kaiser, sagt Anna, als er die Einnahme Laodiceaserfahren hatte, wandte sich auch an Boemund — sie rückt danndie zwischen beiden gewechselten Schreiben ein. Es ist hier alsoan das Jahr 1103 zu denken, da erst in diesen: Boemund ansseiner Gefangenschaft entlassen wurde?) Ebendahin fallen dann dieKümpfe des Butumites und Monastras in Cilicien und die geringe::Thaten der Pisanischen Flotte, wobei die Erwähnung des Erz-bischofs wieder auf einer Verwechselung mit Vorgängen des Jah-res 1099 beruht. In: folgenden Jahre (S. 338), also 1104,langt eine genuesische Flotte in: Orient an; von ihren Thatenmeldet Anna nicht viel, sondern geht sogleich zu Boemund's Ueber-fahrt nach Europa über, die auch von Fulcher zu diesen: Jahre er-zählt wird.
Daß Caffarus und pisanische Chroniken die Ausfahrt geradedieser beiden Flotten zu den angegebenen Jahren nicht erwähnen,scheint mir die Nachricht Anna's in ihren: Werthe nicht herabsetzenzu können. Jedenfalls waren 1104 Genueser bei der Einnahmevon Accon anwesend und hülfreich. Dagegen muß ich eine andere,oft wiederholte Erzählung Anna's bezweifeln, wie Boemund für ge-storben in einen Sarg gelegt und so durch die griechische Flottehindurchgeführt worden sei. Raduls, der hier als Augenzeuge geltenkann, hat einen geradezu entgegenstehenden Bericht, und die zahl-reichen Analogien, welche Ducange und Andere nach ihn: für Annabeigebracht haben, beweisen ebenso wohl die Leichtigkeit der Erdich-tung als die Möglichkeit der Thatsache selbst.
1) Oatka.ro 253 0. bist. 6s OanZ. pr. x. 355, 360.
2) iOntellsr a6 a. e. Nattü. iOrsts x. 319 giebt keine Jahreszahl, setzt dieThalsache aber sicher vor 1104. 'tVitt. 4>r. p. 789 hat ebenfalls 1103 (X. 25,26), setzt aber falsch hinzu xost annos ^natuor der Gefangenschaft. Albert hat1102, 1103, 1104, freilich an fünf verschiedenen Stellen, IX. 33, 38, IX. 36,IX. 47, mit 39 zn vergleichen.