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Albert erzählt von einem Granatapfel, nach dessen Genuß er tödtlicherkrankt seiff; in Frankreich wie in Armenien wollte man wissen,türkische Emire hätten ihn auf vergifteten Schüsseln bewirthet?) Destoentschiedener setzt der englische Autor, der uns die Nachricht vonjenem Fieber ausbewahrt hat, hinzu: ich glaube an diese Krankheitwenig, den Herzog hat Gott selbst zu sich gerufen. Freilich ist esim Wesentlichen dasselbe, und Albert kann in gleichem Sinne aus-sprechen, nach Jesus Christus sei Gottfried der größte unter denHerrschern Jerusalems gewesen.
Versuchen wir nun auch unsererseits die Summe zu ziehen,und unsere Beobachtungen über den Herzog zusammen zu fassen.Wir lernten ihn kennen als Burgherrn und Dynasten, der mit Eiferund Hartnäckigkeit die Interessen solch einer Stellung zu behauptenund durchzusetzen verstand. Nach allen Seiten hin führt er seineFehden, gegen Lüttich, Namur und Verdun, mit Nachdruck nimmt ersich seiner Freunde an und hält eigensinnig genug an dem Wider-willen gegen bisherige Feinde fest. Sorge um weitere Kreise, wenig-stens des weltlichen Daseins, ist nicht für ihn vorhanden: sein Lebenund Denken geht in den localen Angelegenheiten völlig auf, und erstder Krenzzug eröffnet ihm die Aussicht in eine weiter begränzte,geistig bewegte Welt. Von diesen Regungen vollständig ergriffen,schließt er sich der Unternehmung an, in deren einzelnen Stadien wirseine Thätigkeit bis hierhin sich haben entwickeln sehen.
Indem ich mir diese Stadien in das Gedächtniß zurückrufe,finde ich freilich nicht eines, in welchem die Aeußerungen einer groß-artigen, ja nur einer bedeutenden Natur zur Erscheinung kämen. Wiebedrängt er vor Constantinopel den Kaiser durch die Zähigkeit, dieauf keine Gründe sich einlassen will, und doch auch den Grund deseigenen Benehmens anzugeben verschmäht. Wie tritt er dann biszur Besiegung Kerbuga's gegen den Fürsten von Tarent in denHintergrund, dessen Pläne fortdauernd die Bewegung des Kreuzheeresbestimmen, dessen Thätigkeit die Fortschritte der Pilger unaufhörlichbedingt. Nun entzündet sich der Streit über Antiochien, und bringtMonate lang den heiligen Krieg in Stillstand; aber Gottfried so
is TId. .4.-1. VII. 18.
2) Nattk. Li-st2 p. 313. 6luil>. x. 548.