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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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des Herrn ein Patriarch der wahren Kirche seine Stelle finden müsse.Arnulf, ein Caplan ans der Normandie, von niedriger, sogar sehrzweifelhafter Herkunft, hatte während des Zuges den Herzog Robertbegleitet und von diesem das Versprechen erhalten, bei Gelegenheitzu einem Bisthum befördert zu werden. Bischof Odo von Bayeuxbegünstigte ihn, den er sich in mancher Beziehung geistesverwandt sah ff,und empfahl ihn noch unmittelbar vor seinem Tode dringend derSorgfalt des Herzogs, seines Neffen?) Zum ersten Male nahmer vor Arkas eine öffentliche Stellung ein; hier wo Normannen undProvenzalen in entschiedener Zwietracht standen, übernahm er dieerste Rolle in der Bekämpfung der heiligen Lanze?) Ebenso wieden eifrigen Haß aller Provenzalen hatte er sich dadurch das ent-schiedene Wohlwollen der normannischen Fürsten errungen: von dereinen Seite rühmte man seine Bildung und die Schärfe seines Geistes,die durch kein Vornrtheil zu binden, durch keine Schranke zu hemmenseiff; von der andern zürnte man über sein ungebundenes Leben,über die geringe Wärme seines Glaubens und sang, da man ihmsonst nicht zu schaden wußte, Schmählieder aus ihn ab?) Ihn be-kümmerte das wenig; er hielt sich, als man Jerusalem nahe kam,eng an den Bischof von Martarone: als Gottfried mit Raimundoffen zerfiel und dem Bischof für die Herausgabe des Davidthurmesverpflichtet wurde, konnte Arnulf auch dieses Schutzes gewiß sein.So gelang es ihm, ohne irgend einen Widerstand die Stimmen fürsich zu vereinigen und die Würde des Patriarchates zu erlangen?)Er hatte sogleich das Glück, den Antritt seiner Verwaltung durchein außerordentliches Ereigniß zu bezeichnen: auf seine Nachforschungenwies ein syrischer Christ die Reliquien des wahren Kreuzes, die manin der letzten Zeit versteckt hatte, den Franken nach?)

1) Ich beziehe mich hier auf die Charakteristik Odo's, bei Oräsr. x. K64.

2) Onil,. p. 539. Er macht zwar den Fehler, den Bischof in Romainensterben zu lassen.

- 3) Der Hergang selbst, wie bekannt, am Ausführlichsten bei Raimund.

4) So bei Kuib. I. o. und Lulelrsr p. 399. Das günstigste Bild entwirftvon ihm Albert an vielen Stellen.

5) Laim. p. 180, noch weiter ausgeführt bei 'Will. C^r.

6) Doch blieb die Einwilligung des.Papstes reservirt. Lulvüsr I. <:.

7 ) Laim. Lnleü. Wlbsrt II. ee.