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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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und vervollständigt: je zwei Soldaten sollten eine Leiter anfertigen,Gebete und Heiligungen fortdanern und was dem mehr war?) Jndeßverging der Tag noch immer ohne Erfolg; die Gegenwehr der Besatzungwar eben so verzweifelt, wie der Angriff; man kämpfte mit allenWaffen und auf allen Punkten bis spät zum Abend. Die Nachtwurde beiderseits in Spannung und Angst durchwacht, die Aegypterfürchteten unvermuthete Ueberrumpelnng, die Christen einen Ausfallund Brand der Maschinen. Aus beiden Seiten fühlte man sich er-mattet; doch hofften die Christen eine Entscheidung am folgendenTage, der durch jene Erscheinung Adhemar's als der letzte der Be-lagerung bezeichnet war?) Mit dem frühen Morgen begann derKampf von Neuem: hierher gehört die von Raimund anfbewahrteAnekdote, daß zwei Türkinnen die Wirkung keines christlichen Ge-schützes durch Zauberlieder auszuheben versucht hätten, aber durch einenWurf mit ihren Dienern zerschmettert worden wären. Orderich maltdas aus 2): aus allen Dächern hätten die Weiber gestanden und eineCantilena gesungen, die Streiter anzufeuern. Da sei denn GrafCono, der Schwager des Herzogs von Lothringen an diesen heran-getreten und habe ihn ermahnt, die Nutzlosigkeit solcher Zauberkünstezu beweisen. Und so habe man die Mauern erstiegen.

So viel ist gewiß, daß an jenem Tage niemand einer beson-deren und persönlichen Aufforderung bedurfte. Nachmittags, in der-selben Stunde, wird erwähnt, in welcher Christus seine Passionvollendet, hatte Gottfried seinen Thurm hart an die Mauer heran-gebracht; die Fallbrücke wurde ausgeworfen, Gottfried und Eustachbetraten unter den ersten die Mauer?) Gleichzeitig hatten dicht amStephansthor Tancred und Robert von der Normandie eine Breschegelegt °), und hier drang man von beiden Seiten her mit Macht indie Stadt. Die Provenzalen vermochten noch nicht heranzukommen,endlich erschien vom Oelberg herunter ein Ritter in leuchtenderRüstung, mit dem Schilde auf Jerusalem hindeutend, da gelang auch

1) kssta x. 27.

2) Raina. I. o.

3) Orä. x. 755. Er giebt den Gesang in sxtsnso, in achtfüßigen, gereimtenTrochäen.

4) Das Nähere giebt Lad. o. 126 und Incisb. x. 811.

5) 47'agin. bist, krany. x. 92. Ossta sxpUAQ. Ilisr. p. 575.