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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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untergraben lassen. Es wäre aber nicht denkbar, wie die Quellenso bedeutende Anstrengungen so entscheidenden Erfolges das eine Malso hartnäckig verschweigen sollten: auch zeigt Radulf durch eine ver-mittelnde Ansicht die Identität beider Vorfälle, indem er Raimundals den Urheber desselben bezeichnet, sonst aber wie Albert die Ueber-gabe der Stadt daraus folgen läßt?)

Wenn in dieser Weise nachträglich das Abendland den griechi-schen Einfluß ans die Belagerung zu verringern suchte, so zeigteer den Pilgern selbst unmittelbar nach den berichteten Vorgängen,von welcher Wichtigkeit er noch in diesen Landstrichen war. Wieerwähnt, war den Einwohnern die Hoffnung ans Entsatz verloren,Mangel an Lebensmitteln vorauszusehen, die Kraft der Angreiferim hohem Grade furchtbar geworden. Die Gemahlin Kilidsch Ars-lan's, sein Schatz und wie viel ihn: Wichtiges sonst noch, befandsich in der Stadt, aber in diesen Türkenschaaren war nicht die Treue,ein Gut zu vertheidigen, welches der Herr selbst ausgegeben hatte.So war die Stimmung der Belagerten, als die Griechen von Neuemin den Laus der Ereignisse einzugreifen versuchten; wenigstens fandButumites, der jetzt die alten Unterhandlungen wieder anknüpfte,einen unbezweifelt günstigen Boden. Nach seinen Instructionen undder Lage der Dinge konnte es ihm nicht schwer fallen, den Ein-wohnern eine unmittelbare Uebergabe an den Kaiser als das bessereLoos erscheinen zu machen: bald willigten sie ein, Alexius stellte dieerträglichsten Bedingungen und es kam nur daraus an, die Frankenvon dem Besitze der Stadt selbst auszuschließen?)

Alexius hatte für diesen Fall alle Vorbereitungen getroffen.Unmittelbar nach der Ausrüstung der Flotte waren Tatikios undTzitzas mit 2000 Leichtbewaffneten nach Nicäa abgegangen, umuöthigen Falls Butumites bei seinen Maßregeln zu unterstützen.Alexius selbst hatte ansehnliche Streitkräfte zwischen Chalcedon undPelekanum zusammengezogen; er sah sich im Stande, dem ersten

1) Luä. o. 17. Auch Raimund Agiles spricht von der Furcht der Türkenbei dem Sturze des Thurmes, erzählt aber erst nachher die Besetzung deS Sees,^uim p. 313 stimmt zu den Gesten.

2) ^nna 1. e. Die Gesten und Graf Stephan haben natürlichgeheimen Verhandlungen keine Kunde. Sic sagen schlechtweg: die Türan den Kaiser und übergaben sich ihm.

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