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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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Erbtochter seines Oheims Bertrand von Provence vermählt, welcheEhe, durch Gregor im Jahre 1078 aufgelöst, ihm dennoch die un-bestrittene Herrschaft der Provence verschaffte. Ein Sohn aus dieserVerbindung war Bertrand, den er bei seinem Aufbruch als denRegenten seiner Länder zurückließ. Seine jetzige Gemahlin, Elvire,so wie einen Sohn im zartesten Alter nahm er mit sich zum heiligenGrabe i); hier in der Heimath suchte er durch reiche Schenkungenan Kirchen und Klöster die Gnade des Himmels für sein Unternehmenzu gewinnen. Denn er war nicht, wie die übrigen Fürsten, in Geld-noth, und hat nicht eine Scholle seiner weitläufigen Besitzungen zumBehuf seiner Rüstungen verkauft oder verpfändet?) Ohne Grundaber, so viel ich sehe, ist die Angabe, Raimund habe damals schondas Gelübde ewiger Entfernung ausgesprochen; es wird das durchkeine gleichzeitige Angabe bezeugt, und der Umstand, daß Bertrandim Jahre 1100 sich Graf von Toulouse nennt, kann für 1096 nichtsentscheiden?) Gegen den Oktober dieses Jahres hatte er seineRüstungen beendigt"); er zog noch einmal zum Kloster Chaise Dieu,betete zu seinen: verehrtesten Patrone, dem heil. Robert, erbat sicheine Reliquie desselben und einen Mönch des Klosters, sie ihm zubewahren °), und begann darauf die Wanderung.

Mit ihm war ein gewaltiges Heer, wohl das stärkste, welchesirgend einer der Fürsten unter seinen Befehlen vereinigte. AlleAquitanier, die Bewohner von ganz Languedoc, von der Provence,von allen Ländern zwischen Alpen und Pyrenäen nach Wilhelm'sAusdruck °), waren unter seinem Banner vereint. Der Adel hattesich auf das Stärkste betheiligt, die mächtigsten Familien zählten ihreRepräsentanten im Heere, mehrere verkauften ihre Gitter, um die

1) duiiz. p. 487.

2) Hist, nots 42. DaS Gegcnthcil ist nach einer Stelle deS daukrsd.Vos. allgemein angenommen, allein die Argumente der tust. da lmnA. sindentscheidend.

3) Die Iiist. da dan§. urgirt dies, zum Beweis, daß Raimund schon 1096seinem Sohne das Land übertragen habe.

4) Diesen Zeitpunkt fixirt die Iiist. nots 41.

5) ^.ota 88. Lsnsd. sse. 6, p. 2. p. 215 sgg.

6) IViii. Naim. p. 133. (jnionngns ^opulns intsr Upss st k/rsnasosdillnnditur.

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