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Nachfolger Obert geräth er auf der Stelle in Hader, als dieser dasKloster St. Hubert seines päpstlichen Verhaltens wegen angreift.')Gottfried beschützte das Kloster aus Familienrücksichten, er drängteund verfolgte den Bischof auf alle Weise, ohne irgend einen Ge-danken an Kaiser und Papst. Wie die Freundschaft mit BischofHeinrich, so knüpfte sich auch ein langdauernder Streit mit Verdunan jene namur'schen Händel. Die Herren von Bouillon waren noch1076 in Besitz der Verdun'schen Grafenwürde; damals aber fandBischof Theodorich für gut, sie ihnen zu entziehen und dem GrafenAlbert von Namur zuzuwenden. Gottfried verfuhr hier, wie gegenObert von Lüttich; weder bei Theodorich noch bei dessen NachfolgerRicher nahm er Rücksicht auf dessen kaiserliche Gesinnung; er ver-heerte die Diöcese, befestigte sich aus seinem Gebiete und ließ ihmauf keiner Seite Ruhe?) Es ist ebenso gewiß, daß er bei allediesem des Papstes nicht gedachte; indessen wird niemand behaupten,daß er die Sache des Kaisers befördert habe, indem er die Kräfteseiner eifrigsten Freunde in steter Spannung erhielt.
In solchem Getriebe, in einem steten Auf und Nieder localerHändel geht es nun fort, bis die große Aussicht auf das Morgen-land ihm auf einmal einen neuen Wirkungskreis eröffnet. Wirkönnen nicht zweifeln, daß eine starke Religiosität in ihm war, wieer denn schon früher den Wunsch geäußert haben soll, einmal inWaffen nach Palästina zu ziehen. Jedoch hatte er keineswegs dieAbsicht, sein ganzes Leben diesen Kreisen zu widmen; denn seinStammschloß verpfändete er an den Bischof von Lüttich, mit demEinlösungsrecht für sich und drei Nachfolger?) Auch mit Verdunvertrug er sich jetzt, schenkte jene Burg Falkenstein, die er so ebengegen die Stadt angelegt hatte, der Liebfrauenkirche daselbst, undveräußerte Behufs seiner Rüstungen Mosay und Stenay an denBischof?)
Bis dahin hatte er den Ruf eines tapferen, geraden und kirch-lich frommen Mannes erlangt; ein Weiteres, besondere Intelligenz
1) lieber den ganzen Handel siehe den Brief der Mönche an den Papstvom Jahre 1093, bei Lou^ust XIV. p. 730.
2) Lorenz von Lüttich und Theodor von Verdun sind einstimmig darüber.
3) ^.eAici. I. e.
4) I^aursnt. I. a. und vielfach sonst.