Neunzehntes Kapitel.
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die andere nicht. Der Redner wird also seine Wahl so zu treffen ha-ben, wie es für seine Persönlichkeit paßt. Nur das will ich hier be-merken, daß die Ironie etwas Edleres ist, als die Spaßmachereidenn der Ironische erzeugt das Lächerliche zu seiner eignen Befriedi-gung, der Spaßmacher dagegen zur Belustigung eines Andern.
Neunzehntes Kapitel.
Der Epilog besteht aus vier Bestandtheilen: erstens aus dem,welcher es damit zu thun hat, den Zuhörer für uns günstig und fürunfern Gegner ungünstig zu stimmen; zweitens aus dem, welcher aufVergrößerung oder Verkleinerung ausgeht; drittens aus dem, welcherden Zuhörer in die bezüglichen Affekte zu versetzen sucht, und viertensaus der Recapitulation. Es liegt nämlich in der Natur der Sache,daß auf den Nachweis: daß man selbst die Wahrheit, der Gegenpartaber die Unwahrheit rede, das Loben und Tadeln und das feinereAuShämmern 2) folgt. Hierbei kommt es aus zweierlei an, entwedernämlich muß der Redner darthun, daß er gegen sein Zuhörerpublikum,oder daß er überhaupt und überall als ein rechtlicher Mann dastehe,und daß sein Widersacher entweder gegenüber den Zuhörern, oderüberhaupt und überall ein schlechter Mann sei. Mit welchen Mittelner sie nun in solche Verfassung zu setzen hat, darüber ist bereits gehan-delt, als die Gesichtspunkte (Topen) angegeben wurden, von welchenaus man jemanden als gut und als schlecht darstellen könne ^).
verweist, fehlt in unsrer heutigen Arist. Poetik (s. das. Kap. 5). Biese II,S. 342 u. KL8. Müller, Geschichte der Theorie der Kunst bei den AltenTh. II, S. I2L ff.
Die Spaßmacherei (Bomologie) erklärt Arist. in der Nikom. Ethik IV,Kap. 8, §. 3. — Die Ironie ebendas. II, Kap. 7, §. 12. IV, Kap. 3,28 . Kap. 7, tz. 3.
2) >s. Aristoph. Wolken 421) ist ein Kunstausdruck vonder seincrn Ausführung dessen, was im Groben bereits vom Gießer geformtist. Die Nede selbst ist in dieser Metapher die Erjstatue (Quinetil. II, Kap. I I,§. I), oder das getriebene Gefäß, an die der Künstler, wenn ffe in der Haupt-form fertig find, mit den feiner ausführenden Werkzeugen die letzte Hand legt
3) S. oben I, Kap. S.